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Seven Stitches: When The Hunter Becomes The Hunted

Der Knüppel aus dem Sack
Wertung: 5.5/10
Genre: Death Metal / Thrash Metal
Spielzeit: 49:23
Release: 21.12.2009
Label: Raging Planet

Eine gehörige Portion Prügel-Death erreicht uns aus Portugal. Seven Stitches veröffentlichen mit „When The Hunter Becomes The Hunted“ ihr Debütalbum. Die Band existiert bereits seit dem Jahr 2002 und somit ist das Veröffentlichungsdatum dann schon recht spät. Untätig war das Quintett in der Vergangenheit aber natürlich nicht - nach zwei Demos erschien noch eine EP und eine Split-CD. Doch zurück zum ersten Longplayer der Südländer: Die Musik der Gruppe weist unmissverständliche Parallelen zu einigen Death-Metal-Bands aus dem nördlichen Europa und Skandinavien auf; am leichtesten fällt hier der Vergleich mit den Polen von Vader. Immer wenn es richtig heftig wird, dann drängt sich diese Similarität ins Gehirn. Doch die Polen sind nicht die einzige Band die für Abgleiche herhalten kann, auch Unleashed können hier mit angeführt werden. Die Musik der Portugiesen setzt sich hauptsächlich aus schnellen Prügelpassagen und Grooveattacken zusammen. Dazwischen wird dann das eine oder andere Gitarrensolo oder ähnliches als Übergang gepackt - spektakuläre Songarrangements sucht man dabei völlig vergebens. Die Songs sind zwar durchgehend vernünftig strukturiert, aber leider auch völlig vorhersehbar, wodurch Überraschungsmomente fast komplett ausbleiben. Dabei ist das Songwriting gar nicht übel, nur kann man zu häufig voraussagen, wann eine Passage in die nächste übergeht.

Produziert hat das Teil der bandeigene Gitarrist André Tavares. Der Sound ist für eine Eigenproduktion nicht schlecht, doch auch hier wäre noch Platz für Verbesserungen. Die Gitarren und die Vocals klingen ganz ordentlich, während der Schlagzeugsound deutlich schwächelt. Der Bassdrum-Sound besteht hauptsächlich aus einem Klick, während die tiefen Frequenzen etwas zermatscht untergehen. Die Snaredrum klingt sehr hohl und allgemein mutet die Schießbude etwas synthetisch an. Dass man vom Bass dann doch etwas hört verwundert schon fast.

Seven Stitches sind eine ambitionierte Band, die ihr Handwerk beherrscht, aber an einer gewissen Ideenlosigkeit leidet. Natürlich ist eine Spielzeit von fast 50 Minuten bei zehn Songs ganz respektabel, allerdings ist manchmal weniger mehr. Wären die Lieder stellenweise nicht so lang, dann hätten sie bestimmt auch mehr Biss. So gehen oft ganz interessante Passagen in primitivem Geholze unter, was die Stücke etwas langatmig wirken lässt; der Titel „From The Sky“ weist beispielsweise diese Tendenzen auf. Doch es gibt auch ganz besonders gute Songs, hier wäre vor allem der Titel „Made By Bloody Stones“ oder auch die Kombination des Intros „Rise Of The Hunted“ und dem darauffolgenden Titel „Room“ anzuführen. Die Band hätte also durchaus die Möglichkeiten, großartige Songs zu erschaffen, diese werden nur leider zu wenig genutzt.

Wer auf viel Geholze und einen möglichst ungeschliffenen Sound steht, der kann schon mal ein Ohr riskieren. Zu hohe Erwartungen sollte man allerdings nicht haben.

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