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SETH: Les Blessures de l’Ame

Ein schöner Blick zurück
keine Wertung
Genre: Black Metal
Spielzeit: 60:06
Release: 22.06.2012
Label: Season of Mist

Die Franzosen SETH haben anlässlich ihrer Reaktivierung das Album „Les Blessures de l’Ame“ neu aufgelegt. Die Platte wurde fast unverändert gelassen (zumindest waren keine anderen Infos zu bekommen). Entgegen der Urfassung befinden sich nun aber zwei Bonustracks auf dem Album. „Corpus et Anima“ und „Les Sévices de la Peste“ gab es auf der Originalfassung nicht.

Die Band hat vor allem in den Jahren zwischen 1998 und 2004 immer wieder mit ihren teils sehr ungewöhnlichen Produktionen für Aufsehen gesorgt. Im Anschluss wurde es sehr still um die Combo und erst im vergangenen Jahr hat sich die Gruppe erneut aufgerafft, um wieder miteinander zu musizieren.

„Les Blessures de l’Ame“ war das erste Full-Lenght-Album der Band und dieses verhalf den Musikern in der Szene zu einem beachtlichen Ansehen. Zum ersten Mal wurde die Band nun auch über die französischen Grenzen hinaus ernst genommen. Musikalisch stand die Gruppe mit „Les Blessures de l’Ame“ allerdings noch ganz am Anfang einer Reise die wohl bis heute nicht zu Ende ist.

Das Album ist dementsprechend roh und ursprünglich schwarzmetallisch aufgebaut und komponiert. Keyboards kommen zwar zum Einsatz, sind aber nur Beiwerk. Die Hauptmelodien tragen die Gitarren und der furiose, hasserfüllte, fast tonlose Schreigesang von Black Messiah. Im Gegensatz zum Pseudonym des Shouters kann man mit seinem Geschrei schon etwas anfangen. Die Rohheit, die in seiner Stimme mitschwingt, macht sehr eindrucksvoll klar, dass der Frontmann zu den guten Black-Metal-Vokalisten gehört. Neben dem Shouter und den Gitarristen sticht vor allem der Drummer noch heraus. Stellenweise liefert dieser wirklich furiose Patterns ab, bei denen einem die Haare zu Berge stehen - wirklich beeindruckend.

Die beiden angehängten Bonustracks präsentieren sich als Mixturen verschiedenster Black-Metal-Elemente und wissen durch ihre brachiale Spielart zu unterscheiden. Im Gegensatz zu den regulären Songs auf der Platte wird hier mit vielmehr verschiedenen Bausteinen gearbeitet. Hier dominiert nicht mehr die alleinige Rohheit, sondern es treten Melodien und Keyboards weiter in den Vordergrund. So werden eindrucksvoll verschiedene Schaffensphasen der Band beleuchtet.

Zu empfehlen ist das Album vor allem für Fans, die die Scheibe aus irgendeinem Grund noch nicht besitzen. Nur wegen der beiden Bonustracks das Album noch einmal anzuschaffen, ist wohl etwas übertrieben, auch wenn die addierten Songs durchaus hörenswert sind. Des Weiteren könnte auch die 2-LP-Ausgabe des Albums vor allem für Plattensammler sehr interessant sein.

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