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Serum 114: Kopfüber ins Nichts

Kopfüber ins beste Album der Bandgeschichte
Wertung: 8/10
Genre: Rock
Spielzeit: 45:23
Release: 04.07.2014
Label: Spv Recordings

Serum 114 gehören zwar noch nicht wirklich zu den alten Hasen in Sachen deutschsprachiger Rockmusik, konnten sich aber mit den vergangenen drei Alben durchaus schon Gehör verschaffen. Nach ihrer letzten Scheibe „Deine Stimme/Dein Gesicht“ sind zwei Jahre vergangen. Die dienten allerdings nicht nur dem Auftanken der Inspiration, sondern sind vor allem der Gründung ihres neuen Labels geschuldet. So musste der geneigte Fan nun doch etwas länger als geplant auf die neue Scheibe „Kopfüber ins Nichts“ warten.

Wenn man einer etwas längeren Entziehungskur etwas abgewinnen kann, dann es ist es die steigende Spannung, die aber hin und wieder auch ein böses Erwachen mit sich bringt. Dies aber ist mit „Kopfüber ins Nichts“ nicht zu befürchten. Stattdessen schwingt sich die Band in ungeahnte Höhenflüge auf und zeigt nicht nur ihre weiter angewachsene Qualität, sondern präsentiert mit ihrem neuen Output auch gleich noch das beste Album ihrer bisherigen Musikgeschichte.

Schon der Beginn mit „Feuertrunken“ lässt anständig aufhorchen. Mit ausgedehnten Sequenzen von „Freude schöner Götterfunken“ lässt hier vor allem die Saitenfraktion keine Zweifel an ihrem Können aufkommen. Sollte trotz des starken Einstiegs noch jemand Gesang vermissen, kommt der beim zweiten Titel nun auf seine Kosten. Fronter Esche schleudert mit markant rotziger Stimme „Wir müssen weiter gehen“ entgegen und damit auch den ersten Knaller in die Gehörgänge. Der Song klingt nicht nur verdammt schnittig, sondern passt auch hundertprozentig zur Band und dem bei ihr scheinbar nicht vorzukommenden Stillstand. Zusätzlich verfügt der Refrain über einen unheimlich hohen Mitgrölfaktor und dies macht das Lied  live sicher zu einem absoluten Krachertitel.

Der titelgebende Song „Kopfüber ins Nicht“ steht dem in nichts nach, überzeugt mit seinem lässigen Groove und den einmal mehr gut gesetzten Gitarren. Ganz anders, aber ebenfalls einnehmend ist das nachfolgende „Weil ich kann“. Hier hört man von Serum 114 mal ein paar neue Töne, die aber die CD deutlich bereichern. Recht gewohnt und für die Band als typisch einzustufen ist hingegen „Verlieren heißt“. Das ist Straße, dies ist der Kampf des kleinen Mannes und damit sicher auch etwas klischeebehaftet. Trotzdem macht der Titel Spaß und passt mit Sicherheit auch in jede Südkurve.

Deichkinds „Illegale Fans“ gab die Vorlage zum nachfolgenden Cover, welches gut umgesetzt wurde. Hier sei auch der Hinweis auf das passende Video dazu gestattet, welches ebenfalls prächtig funktioniert. Mit „Sag nicht ich habe den Glauben verloren“ schiebt sich gar eine Country-Nummer auf die Scheibe und zeigt, dass der Trend, auch in anderen Stilrichtungen zu wildern, weiter fortgesetzt wird. Schöner zurückgenommener Track, der zudem durchaus recht authentisch wirkt. Ganz am Ende steht „Ich mag dich nicht“, bei dem Serum einmal mehr ein paar „nette“ Worte mit auf die Reise geben. Und ganz im Ernst, was wäre denn ein Album von ihnen, wenn man nicht wenigstens noch ein paar kleine Beleidigungen vom Stapel lassen würde? Auf jeden Fall sollte man den Song im Kopf behalten, er lässt sich bestimmt bald mal anbringen.

Damit ist auch schon das Ende der Scheibe erreicht. Vierzehn Titel und fünfundvierzig Minuten gute und teils aufrüttelnde Unterhaltung liegen hinter dem Hörer. Leider fällt das Album hinten raus etwas ab. Trotzdem kann man keinen Totalausfall vermelden, höchstens von etwas Füllmaterial berichten. Insgesamt das bisher beste Album der Band, welche sich hier deutlich in ihrer Kreativität gesteigert hat. Damit darf man anständig gespannt sein, was die kommenden Jahre noch bringen.

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