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Sequester: Death To False Metal

Weniger ist manchmal mehr
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 17:33
Release: 01.10.2011
Label: Eigenproduktion

Die Reduktion auf das Wesentliche kann man bis zur Kunstform treiben. Perfektionisten auf diesem Gebiet sind die Mühldorfer Sequester. Die als Trio agierende Death-Metal-Formation reduziert seit jeher ihre Stücke auf das Notwendige und erschafft damit sehr rohe und gleichzeitig eingängige Songs. Wer auf Geschnörkel, Schmückungen, synthetische Sounds jeglicher Art oder sonstige untrue Spielereien steht, der kann jetzt aufhören zu lesen. All diese Elemente wurden von Sequester konsequent über Bord geworfen.

Es scheint, als sei das Hauptkriterium beim Songwriting die Tatsache, dass die Songs wuchtig in die Magengrube fahren, der Rest ergibt sich schon. Ganz so wird es sicherlich nicht sein, aber der wuchtige Sound steht schon im Vordergrund. Erzeugt wird dieser von einer fies verzerrten Gitarre, einem Schlagzeuger mit Hang zum Detail und, man lese und staune, einem als Instrument zu erkennenden E-Bass.

Über all diesen Instrumenten liegt die tief growlende Stimme von Fronter Brösl. Ganz in der Manier anderer Death-Metal-Growler konzentriert sich der Vokalist nur auf Growls. Experimente gibt es praktisch nicht. Alle, die sich jetzt fragen, ob dieses System nicht insgesamt schnell langweilig wird, können beruhigt werden: Sequester arrangieren ihre Songs so geschickt und gleichzeitig simpel, dass der Zuhörer sich darin immer zurechtfindet und somit nie die Luft aus den Liedern entweicht.

Auf „Death To False Metal“ befinden sich somit fünf Kracher, die konstant wie die Flut über den Hörer hereinbrechen. Wer gerne rohen Death Metal hört und einen treibenden Beat braucht, der dürfte hier genau an der richtigen Adresse sein. Kompromisslos, geradlinig und einvernehmend, so kann man die Musik des Trios ganz gut beschreiben.  

Wer bis jetzt weiter gelesen hat und immer noch unschlüssig ist, ob er „Death To False Metal“ braucht, dem kann auch noch geholfen werden. Sequester scheinen nämlich sehr soziale Jungs zu sein und die Band bietet einige ihrer CDs als kostenlosen Download an. Wer also einmal in die Musik reinschnuppern möchte, der kann das hier tun.  

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