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September Murder: He Who Invokes Decadence

Versierter, anspruchsvoller, genialer Death Metal
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 50:12
Release: 17.06.2013
Label: Eigenproduktion

Es ist der hohe Anspruch an den eigenen Output, der die vier Musiker von September Murder anpeitscht, aber eben auch ermöglicht, dass sich das Quartett mit großen Schritten weiterentwickelt. Zwar sind seit dem ersten Full-Length-Release "Agony In Flesh" ganze vier Jahre ins Land gezogen, jedoch galt diese Zeit unter anderem auch der kontinuierlichen Selbstfindung, die durch einige kleine Probleme im Line-Up noch intensiviert werden musste. Anno 2013 sind September Murder nun endlich 'angekommen' und haben mit ihrem Zweitwerk (die 2007er EP "After Every Setting Sun nicht mitgerechnet) ein Album herausgehauen, das ganz bestimmt in manchen Jahreslisten anspruchsvollerer Todesblei-Fanatiker auftauchen wird.

Auf "He Who Invokes Decadence" bieten die Herren aus Thale im Harz die ganze Palette von radikalem Gebolze bis hin zu progressivem Technik-Stoff, dies teils auch noch sphärisch umgesetzt und mit genügend Abwechslung auf der Haben-Seite, dass die Überraschungseffekte zu keiner Zeit ihre Wirkung verfehlen. Schon in den ersten Minuten offenbart sich die neue Scheibe als echtes Death-Metal-Manifest, vor allem im Hinblick auf die raschen Wechsel zwischen traditionelleren Bang-Parts und krasserem Gemetzel. "Two Culprits, One Death" marschiert diesbezüglich sehr straight voran, wird aber immer wieder gebreakt, um die Spannung am Siedepunkt zu halten. Gleiches gilt für das halbwegs verschachtelte, manchmal enorm heftige "Among Vultures", das die ersten richtungsweisenden Akzente auf "He Who Invokes Decadence" setzt und zum Ende hin nur noch baffes Staunen ermöglicht - das nennt man vielleicht dann mal Death Metal 2.0.

September Murder lassen aber auch im weiteren Verlauf nicht locker und bemühen sich immer wieder, ihr Potenzial in innovatives Songwriting umzumünzen. "May Conviction Force Reckoning" setzt hier die entscheidenden Nadelstiche in einem relativ straighten Middtempo-Brecher, während das versierte "In Celebration Of Mankind's Wretchedness" als klare Kampfansage an die amerikanissche Technik-Szene wohl jetzt schon Starallüren haben darf. Das ist schlichtweg grandios und fabelhaft komponiert und schließlich auch mit der nötigen Entschlossenheit eingespielt worden.

Man muss sie also definitiv auf der Liste haben, diese vier Mannen aus dem Harz. September Murder bieten auf "He Who Invokes Decadence" nicht nur progressiven, innovativen Death Metal, sondern auch einen darin verankerten Endzeit-Abriss, der sich gewaschen hat. Mir fällt kein Spartenalbum des aktuellen Jahrgangs ein, welches eine ähnliche, positive Verblüffung hervorgerufen hat.

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