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Self Defense Family: Have You Considered Punk Music?

Der Titel führt in die Irre
Wertung: 6/10
Genre: Indie Rock
Spielzeit: 39:34
Release: 29.06.2018
Label: Run For Cover Records

Self Defense Family klingen, als wären sie schon seit fünfzig Jahren auf den Highways dieser Welt unterwegs. Irgendwie souverän, lässig, durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Immerhin 15 Jahre sind es aber tatsächlich schon, seit die Truppe damals unter dem Namen End Of A Year die ersten Songs aufnahm. Mittlerweile steht mit „Have You Considered Punk Music?“ schon Album Nummer sechs in den Regalen (das dritte Album unter dem „neuen“ Namen Self Defense Family), und die Band kann zurückblicken auf eine absurde Menge an EPs, Singles und Splits.

Ende Juni kam die neue Scheibe bereits in die Läden und ist tatsächlich zu einer richtigen Sommerplatte geworden. Dabei geht es hier aber nicht oberflächlich und seicht zu, vielmehr kann man sich gut vorstellen, den Abend auf einer Wiese zu verbringen, den Blick gen Sternenhimmel gerichtet und Songs wie den sphärischen Titeltrack auf den Ohren. Da braucht‘s dann nicht mal Spirituosen, die Musik selbst reicht schon völlig aus.

Klar, den ein oder anderen Ausraster hätte man sich bei einem Albumtitel wie diesem schon gewünscht. Trotzdem gibt es hier und da kleine Überraschungen: Das finale „The Right Kind Of Adult“ beispielsweise startet mit in den Hintergrund gemischten Drumsamples und klingt mit seinen quietschig-hallenden Sounds fast wie aus den Achtzigern geklaut, wirkt dadurch aber nicht irgendwie schräg, sondern einfach wahnsinnig cool.

Auch der Opener „The Supremacy Of Pure Artistic Feeling“ kann überzeugen, obwohl der Song schleppend und etwas holprig anmutet. Im Verlauf gewöhnt man sich aber an die auch hier eher hintergründigen Drums, erst das nachfolgende „Certainty Of Paradise“ scheint dann aber etwas mehr aus sich herauszugehen. Von „Ausraster“ kann man hier aber noch lange nicht sprechen, dafür gibt es wieder jede Menge Hall, diesmal im Gesang; sogar fast einen Hauch Britpop kann man bei einem Song wie „Nobody Who Matters Cares“ dann schnuppern.

Self Defense Family mischen sich also ihren eigenen Sound aus verschiedensten Töpfchen und Tiegeln zusammen, die allesamt unterm Strich recht entspannt daherkommen. Daraus wird dann zwar eine ziemlich lässige Scheibe, die großen Momente lässt „Have You Considered Punk Music?“ aber leider vermissen. Die knapp 40 Minuten Laufzeit lassen sich gut auch mehrmals durchhören und können dabei auch gut als Hintergrundmusik zu irgendwelchen Haushaltstätigkeiten genutzt werden. Konzentriert man sich besser auf die Songs, findet man wie gesagt die eine oder andere Perle, insgesamt wird es das Album aber vermutlich nicht allzu oft in die heimische Playlist schaffen.

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