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Sectu: Nefarious

Ist schon die Luft raus?
Wertung: 5,5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 42:09
Release: 27.06.2014
Label: ViciSolum Productions

Es ist immer ganz interessant, wenn man als Rezensent die komplette Diskografie einer Band mit verfolgt, ob nun absichtlich oder nicht. Sectus erstes Album „Inundate“ lag uns bereits vor drei Jahren zum Besprechen vor, erreichte sieben Punkte und eine erhöhte Aufmerksamkeitsspanne, das ein Jahr später veröffentlichte „Gerra“ zog nicht ganz so stark nach. Album Nummer drei, „Nefarious“ mit Namen, erblickt nun Ende Juni das Licht der Öffentlichkeitswelt und mit Richard Evensand wurde sogar recht prominent noch am Line-Up zugelegt/verstärkt/ersetzt (Das weiß man bei Sectu ja naturgemäß nicht so ganz genau bei drei Platten mit drei verschiedenen Besetzungen.), arbeitete der gute Mann doch schon mit Soilwork, Therion und Chimaira zusammen.

Sectu mögen zwar aus Schweden stammen und Death Metal spielen, vom typischen Göteborg-Sound scheint die Truppe aber nicht viel zu halten. Mittlerweile kennt man die Herren ja, die sich immer ein bisschen düsterer, kühler und tiefer gestimmt vorwärts bewegen als der Rest der Menschheit, man darf aber hoffen, dass es auf „Nefarious“ ein paar mehr Highlights zu bestaunen gibt als auf dem Vorgänger, der doch recht mau ausfiel.

Der Opener „Fiery Initiator“ knüppelt erst etwas uninspiriert durch die Landschaft, dann scheint es, als würden sich Sectu einem leicht melodischen Refrain zuwenden, der aber letztlich so verwirrt daherkommt und mit derartig vielen verschiedenen Tempi aufwartet, dass man sich so recht weiß, wo man zuerst hinhören soll. Also noch mal Kommando zurück und sich den Part noch mal angehört – aber auch beim zweiten Mal blickt man nicht viel mehr durch.

Vielleicht haben wir bei „Onset Of Destruction“ mehr Glück. Technisch kann die Instrumentalfraktion einiges, das hat sie uns bereits auf dem Debütalbum bewiesen; man hat aber ein bisschen das Gefühl, dass selbige sich vom Einsetzen des Sängers irgendwie gestört fühlt. Stefan Lundgren turnt auch dieses Mal zwar wieder zwischen tiefen Growls und nicht ganz so tiefem, aber ungleich fieserem Gesang herum, ein bisschen deplatziert wirkt der gute Mann aber irgendwie schon, obwohl sich der Refrain hier wesentlich überzeugender gestaltet als beim Opener.

Der erste Track, der einigermaßen positiv im Gedächtnis bleibt, ist dann „Tenebrous“, das mit flirrender Leadgitarre und entsprechend kontrastreichen, fiesen Growls aufwarten kann. Hier wird sich recht stark am Todesmetall der alten Schule orientiert, man klingt überaus antichristlich und da die Sectus von transparentem Sound generell wenig zu halten scheinen, verstärkt das den okkulten Effekt noch um einiges. Trotzdem oder gerade deswegen ist es ein guter Song, auch wenn die Tempowechsel teilweise wieder etwas schwierig zu verdauen sind.

Man kann es drehen, wenden, vor- und zurückskippen, aber irgendwie kommen Sectu auf „Nefarious“ einfach nicht richtig aus dem Quark. „River Of Oblivion“ ist auch wieder so ein typischer Song, der zwar durchgehend bösartig und düster klingt, aber auf nichts Bestimmtes zuzusteuern scheint. Auf Dauer ermüdet es doch sehr, wenn man sich die ganze Zeit fragen muss, ob da noch was kommt. Da schließen Sectu auch nicht so richtig zum ohnehin etwas mauen Vorgänger „Gerra“ auf – irgendwie ist scheinbar die Luft raus.

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