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Sectu: Inundate

Überdurchschnittlich, aber noch kein echter Hammer
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 33:02
Release: 13.05.2011
Label: ViciSolum Productions

Das schwedische Label ViciSolum Productions ist nicht unbedingt dafür bekannt, wahllos unbekannte Bands zu signen. Im Gegenteil, proportional zur Größe des Labels haben die Combos, die dort unter Vertrag stehen, eine verdammt hohe Qualität – von den sphärischen Post-Rockern Korea über die Melodic Death Metaller Los Sin Nombre bis hin zu den vorliegenden Todesthrashern Sectu sucht sich Vici seine Bands ganz genau aus.

Selbige Sectu haben durch diverse personale Umbesetzungen ein Weilchen gebraucht, um sich der Öffentlichkeit auf Platte zu präsentieren. Ursprünglich als Cimmerian Dome gegründet, sumpft die Combo um Sänger und Gitarrist Stefan Lundgren jetzt bereits seit 2005 im schwedischen Unterground herum, ohne sich einen nennenswerten Namen in der Szene zu machen. Mit „Inundate“ soll sich das Ganze nun ändern und auf den ersten Blick wirkt der stechende Mix aus Death und Thrash Metal auch durchaus so, als könnte er langhaarige Massen bewegen.

Nun muss man den Jungs zugute halten, dass im schwedischen Death Metal schon so ziemlich alles abgegrast wurde, was irgendwie auf CD zu pressen ging. Mit Melodic Death Metal à la In Flames, so wie der erste Gedanke vielleicht lauten würde, haben Sectu so gar nichts zu tun, stattdessen gehen die Drei düsterer, schneidender und irgendwie kälter zu Werke als ihre ungleich erfolgreicheren Kollegen. Dass Lundgrens Stimme auch wesentlich brutaler klingt als die von Anders Fridén dürfte keine Überraschung sein, ist der In Flames-Fronter doch selbst wenn er schreit nicht gerade furchteinflößend.

Sectu scheinen auf eine gewisse Dramatik in ihren Songs zu stehen, hangeln sich dabei aber glücklicherweise nicht an überlangem Gefrickel entlang – tatsächlich fällt „Inundate“ mit gerade mal 33 Minuten auf acht Songs verteilt erstaunlich kompakt aus. Bestes Beispiel für die typische Dramatik der Band ist „Incantation Of The Lost Continent“, dessen galoppierendes Schlagzeug sich rasch zur Doublebass erhebt und in Kombination mit der sehr dominanten Gitarre und Lundgrens Growls schön düster und fies daherkommt.

„Dominion“ findet dann genau die richtige Balance zwischen groben Geknüppel in den Strophen und fast epischer Untermalung im Refrain, obwohl Stefan seine Stimme fast nicht ändert. Auf Dauer werden die Grunzer ein wenig monoton, zum Glück versteht es die Saitenfraktion aber, zumindest in diesem Song die Stimmung soweit aufzulockern, dass man darüber getrost hinwegsehen kann. Spätestens beim rasanten „Unseeing Divine“ wird dann der Repeat-Knopf beackert, denn der Track hat neben wummerndem Schlagzeug und fräsenden Gitarren genau das richtige Maß an düsteren Melodien, die aber so weit im Hintergrund gehalten werden, dass die Brutalität nicht zu kurz kommt.

Gegen Ende von „Inundate“ hält leider ein bisschen die Monotonie Einzug. Ein wenig abwechslungsreichere Vocals könnten durchaus Abhilfe schaffen und Sectu noch ein Stück höher in der Death Metal-Rangliste katapultieren. Alles in allem ist das Erstlingswerk der Schweden aber ein gutes Stück Todesmetall, das sicherlich den Weg in einige Sammlungen finden wird.

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