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Secrets Of The Moon: Antithesis

Black Metal kann auch heute noch spannend und innovativ sein
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal, Extreme Metal
Spielzeit: 58:41
Release: 15.09.2006
Label: Lupus Lounge

Seid ihr von der ewig gleich klingenden Masse an old - school Black Metal - Bands mittlerweile zu Tode gelangweilt? Sind euch die Vertreter des modernen Schwarzmetalls allerdings oftmals zu kitschig oder gar zu massenkompatibel? Wenn ja, dann solltet ihr euch schleunigst den Namen Secrets Of The Moon merken, denn die Formation aus Osnabrück bietet auf ihrer vierten Langgrille “Antithesis” modernen zeitgemäßen Black Metal der es in sich hat. Anstatt sich auf den musikalischen Lorbeeren anderer Bands auszuruhen, erschaffen Secrets Of The Moon etwas Innovatives und da es der Szene in den letzten Jahren daran besonders fehlte, ist es umso erfreulicher, dass “Antithesis” nicht nur eine erneute Wiederholung der gängigen Genre - Konventionen ist. Die Band kreiert ein eigenes Klangbild, welches packender und düsterer kaum sein könnte.

Bereits das Instrumental “Nowhere (11:18)”, welches das Album einläutet, verdeutlicht dies mit seinem dominanten Gitarrenriff und seinen treibenden Drums, welche das folgende “Versus” geschickt vorbereiten. Bei diesem Song wird zunächst die Geschwindigkeit angezogen und einsetzende Glockenschläge tragen, neben den sehr guten Vocals, ungemein zur verzweifelten Atmosphäre des Songs bei. Trotz einer Laufzeit von über sechs Minuten verliert sich die Band nicht in unerfassbarer Progressivität, sondern setzt auf markante Eckpfeiler, die dem Hörer das Annähern an dieses Album sehr erleichtern. Dies gilt auch für die restlichen Songs, welche, klammert man Intro und Outro aus, die sechs Minuten Marke nicht unterschreiten. Weiter geht es mit dem vielleicht genialsten Song des Albums, welcher auf den Namen “Ordinance” hört. “Ordinance” besticht durch seinen mitreißenden Refrain und seiner abwechslungsreichen Instrumentierung, welche zu einer Intensität führt, die ihres gleichen sucht. Die Band setzt hierbei nicht nur auf enorm hohe Geschwindigkeiten, sondern auch auf eindringliche bzw. doomige Parts.

So geht es auch munter weiter, denn das Album ist ein einziger Anspieltipp und sollte auch als Gesamtkunstwerk betrachtet werden. Weitere Songs, wie “Metamorphoses” (mit tollen Flüster - / Sprechparts), “Seraphim is dead” oder “Ghost” gehören definitiv zum Besten, das ich in den letzten Jahren im Black Metal - Bereich gehört habe und ich glaube fest, dass ich mit meiner Meinung hier nicht lange allein bleiben werde.

Lediglich der Sound des Albums, hätte noch ein wenig klarer und aggressiver Ausfallen können, besonders der Schlagzeugsound, schallt streckenweise etwas zu undifferenziert aus den Boxen. Der einzige Wehmutstropfen dieses ansonsten perfekten Albums.

Fazit: Secrets Of The Moon beweisen das Black Metal auch heute noch spannend und innovativ sein kann. Allen Genre - Fans kann nur geraten werden, sich schleunigst mit dem Material auseinander zu setzen, denn “Antithesis” ist ein wahres Black Metal Meisterwerk geworden und für mich bislang das beste Genre - Album des Jahres.

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