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Second Version: Mindcontrol

Ausgereifter und durchdater als das Debüt
Wertung: 7/10
Genre: Synthpop
Spielzeit: 50:29
Release: 25.09.2009
Label: Eigenproduktion

Das zweite Full-Length-Album der deutschen Synthpop-Formation Second Version steht in den Starlöchern und ist bereits jetzt so gut wie ausverkauft – wer sich also noch eine Scheibe mit zwölf melodischen Synthpop-Songs sichern will, sollte sich nicht zu viel Zeit lassen.

Die ersten Songs der Platte, „Mein Drang“, „24 Hours, 24 Years“ und „Shadow Wings“ sind im beschaulichen Midtempo-Bereich angesiedelt und überzeugen durch angenehme Melodien, die sowohl gesangstechnisch wie auch durch die Synthesizer-Instrumentierung entstehen. Erst bei dem vierten Song „Wenn Der Herbst Stirbt“ wird ein Gang hochgeschaltet, das Tempo nimmt etwas zu und die Synthesizer klingen direkter und treibender, auch der englisch-sprachige Refrain hat durchaus Ohrwurm-Charakter.

Aus den übrigen Songs sticht vor allem die Ballade „Im Selben Boot“ hervor, die durch atmosphärische, tragende Flächensounds überzeugt – zunächst ruhig beginnend baut sich im Laufe des Songs immer mehr Spannung auf, die letztendlich in einem deutlich energetischeren Finale aufgelöst wird. Mit diesem Stück Musik haben Second Version den Synthpop zwar nicht neu erfunden, allerdings kann sich der Song problemlos mit den Erzeugnissen anderer Szenegrößen messen und wird Anhängern des Genres sicherlich zusagen.

Dass die Stärken dieser Formation besonders bei den Balladen liegen, zeigt sich erneut bei dem Song „Chemical Love“, bei dem vor allem der Gesang überzeugt – gerade in diesem Aspekt bemerkt man eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Debüt-Album „Schwarzer Engel (Küss Mich)“, denn insgesamt klingen die Vocals um einiges professioneller als zuvor, auch wenn das Stimmvolumen sicherlich noch weiter ausgebaut und ausgenutzt werden kann, sodass den Songs noch mehr Energie verliehen wird. Der letzte Song „Eine Reise“ überrascht noch einmal mit Akustik-Gitarren und einem weniger synthetisch klingenden Beat – natürlich ist die typische Second Version-Melodie nicht vernachlässigt worden sondern auch hier in den Vordergrund gestellt worden.

„Mind Control“ ist ein sehr melodisches Album geworden, das für Synthpop-Fans sicherlich einen kleinen Schatz darstellt. Einziges Manko ist bei diesem Album, dass die meisten Songs im Midtempo-Bereich angesiedelt sind und man somit energetische, treibende Stücke vermisst, die auch in den Clubs ankommen – denn diese Band hat definitiv Potential und muss ihre Fanbase noch weiter ausbauen. Da wäre ein Song für die Clubs sicherlich eine gute Sache, denn auch heute noch ist die Club-Promotion enorm wichtig.

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