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Sear: Lamentations Of Destructions

Solide, mit einigen frischen Ideen
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal , Death Metal
Spielzeit: 37:50
Release: 09.03.2007
Label: Dynamic Arts Records

„Lamentation of Destruction“ heißt das zweite Werk der finnischen Düstermänner von Sear. Die Mannen kommen zwar aus Finnland, doch ihrer Musik hört man das nicht an. Ihr Sound erinnert eher an schwedischen Black Metal a la Dark Funeral gemischt mit modernem Death Metal der Marke Behemoth.

Diese Mischung funktioniert wirklich gut. Sägende Gitarren treffen auf Groove-Parts und frische Stakkato-Riffs. Beide Elemente stehen auch nicht etwa für sich, sondern fügen sich zu einem tödlichen Cocktail zusammen. Zwei Songs sind wirkliche Hits. Zum einen wäre da „Heaven Ablaze“. Dieser Song begeistert durch klirrende Riffs mit Mut zur Disharmonie. Die Todesblei-Passagen verleihen schließlich noch den nötigen Druck. Dieser Track klingt wirklich infernalisch und böse.

„Destination“ führt diese Kombination gekonnt fort. Der Frontmann zeigt hier eine große Wandlungsfähigkeit. Dieses zeigt er im Verlauf des Album aber viel zu wenig und somit wird er auch zum großen Schwachpunkt der Band. Er zeigt beinahe kaum Variationen in den Gesangslinien, so dass es scheint, als würde er zu jedem Song die gleiche abfolge von Grunzen und Kreischen beisteuern. Dabei kommen gerade die Grunz-Parts äußerst schwach und ausdruckslos rüber. Gerade bei „Destination“ zeigt er, dass er wesentlich mehr kann. Sobald er anfängt, mit seiner Stimme zu experimentieren klingt das richtig gut.

Auf der instrumentalen Seite hingegen gibt es wenig zu meckern. Man agiert variationsreich und tight. Vor allem der Drummer liefert eine krasse Performance ab. Die Texte hingegen geben wieder einen Minuspunkt. Sorry, aber mit diesen pseudo-satanischen Gruselgeschichten erschreckt man keinen Sechsjährigen mehr. Das Niveau ist auch eher der Black Metal-Kindergarten.

Insgesamt verschenken Sear enorm viel Potenzial. Der langweilige Gesang zieht das Album deutlich runter. Generell sollte die Band viel mehr Mut zur Progressivität zeigen. Die besten Momente sind die, in denen man vom Schema abweicht. Da kann man nur auf das nächste Album hoffen. Aber auch „Lamentation of Destruction“ ist ein Probehören wert. Insgesamt ist das Endergebnis solide, mit einigen frischen Ideen und verdammt guten Ansätzen.

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