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Screamer: Phoenix

Grund genug, die verranzte Kutte vom Speicher zu holen
Wertung: 7,5/10
Genre: Heavy Metal/ Heavy Rock
Spielzeit: 45:44
Release: 08.02.2013
Label: High Roller Records

Man kann es ja drehen und wenden wie man will, aber an dem Schwedenländle kommt man einfach nicht vorbei, da können sich die bundesdeutschen Vertreter noch so beschweren und sich bei der Labelsuche noch des Öfteren ein „Wärt ihr nur nicht von hier“ abholen. Nun, auch die mit klassischem Heavy Metal und Heavy Rock aufwartenden Screamer aus Ljungby haben ja schon in diesen Breitengraden eindrucksvoll nachgewiesen, zu was sie live im Stande sind, wobei natürlich eine Tour mit Bullet und '77 auch keine schlechte Werbeplattform darstellt.

Beste Eigenwerbung haben Screamer ja auch schon mit ihrem 2011er Debüt „Adrenaline Distractions“ abgeliefert und so manches Herz in der speckigen Kutte in Verzückung gesetzt. Schlau also, gar nicht so viel an dieser Erfolgsschraube zu drehen und dadurch etwas zu ändern, was dann als Garantie schon fast dafür herhalten könnten, mit „Phoenix“ gleichfalls die Gunst der Fans im Stechschritt zu erobern. Doch so schnell schießt dann auch das Sverige-Bier nicht aus dem Flaschenhals, denn das aktuelle Album hat dann doch einige leichte Korrekturen bzw. sanfte Änderungen erfahren, die nicht immer zu hundert Prozent zünden.

Dabei legen Screamer mit dem Opener „Demon Rider“ gleich einen Einstand nach Maß hin, die Gitarren flimmern glatt im besten „eiserne Jungfrauen“-Gewand davon, der Bass pumpt eine ordentliche Dosis Dröhnfaktor ins Gebräu – da muss man nicht lange in die Glaskugel für versteckte Metalsongs schauen, um vorherzusagen, dass hier einer der Livekracher der Schweden aus den Boxen wummert. Natürlich setzen Screamer auch schon wieder auf einige Twingitarren wie beim unaufdringlichen, aber wegen seiner „Einfachheit“ nicht minder schlechtem Heavy Rocker „No Regrets“. „Far Away From Home“ wäre ja ein weiterer richtig gut gelungener Heavy Rocker, wenn Fronter Christoffer und sein Backgroundchor sich nicht dazu verleiten ließen, diese unsäglichen "Ohoho"s bis zum Erbrechen zu wiederholen, da kann dann auch leider das famose Gitarrensolo das Ruder nicht mehr herumreißen.

„Slavegrinder“ dagegen ist wieder ein treibender Song mit schönen Tempowechseln hin zur Doublebass und ansatzlos zurück in den eher schleppenden Rhythmus, der Titeltrack „Phoenix“ steckt da ebenfalls nicht zurück, mit „No Sleep 'Til Hamilton“ bauen sie dann in ihren schleppenden Sound auch ein paar Scorpions-Reminiszenzen ein. Und wie schon oben erwähnt, bewegen sie sich auf balladesken Pfaden und nutzen dafür „Mr. Noman“ aus – nicht schlecht, haut aber auch nicht aus den Socken. Beim Rausschmeißer „Lady Of The River“ greifen sie aber das balladeske Thema deutlich besser auf, lassen eine Menge Siebziger-Feeling einfließen und versammeln in diesen sieben Minuten ihre komplett auf „Phoenix“ vertretenen Trademarks.

„Phoenix“ ist wahrlich wieder ein geiles Album geworden, doch an ihr leicht roher wirkendes Debüt kommen sie nicht ganz ran, dafür bleiben einige eher hardrockende Songs mit schon balladesken Ausflügen einfach im Most stecken und knallen die Old-School-Birne nicht so heftig weg wie noch z.B. der Opener „Demon Rider“. Old-School-MetallerInnen bekommen hier aber noch immer einen schön authentischen Trip zurück in die Achtziger ins Hirn gespritzt und einen Grund geliefert, auf der nächsten Tour die verranzte Kutte wieder vom Speicher zu holen, denn es ist Screamer-Zeit.

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