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Scornage: Sick Of Being Human

Qualität aus deutschen Landen
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 39:5
Release: 17.05.2004
Label: Remedy Records

Es ist mal wieder Zeit … Zeit für so richtig guten Thrash Metal. Und dazu legt man am besten das Album “Sick Of Being Human“ der Aachener Combo Scornage in den CD-Player ein.  Okay, der VÖ-Termin dieser Scheibe liegt nun doch schon fast 2 ½ Jahre zurück, aber da die Jungs Ende November zusammen mit One Man Army And The Undead Quartet beim Cologne In The Dark-Festival auf den Brettern stehen werden, muss diese Scheibe im Vorfeld einfach Beachtung finden. Außerdem werden die Jungs im November auch ihr neues Album auf den Markt bringen.

Wir haben es hier bei “Sick Of Being Human“ mit 10 kompromisslosen Songs zu tun, die in guter Old-School-Manier aus den Lautsprechern hämmern. Dabei driftet das Material an keiner Stelle in bodenblechloses Highspeedgeknüppel ab, die Geschwindigkeit ist moderat und eignet sich perfekt für eine knapp 40-minütige Trainingsstunde eurer Nackenmuskeln.

Guido Grawe vermittelt dem Hörer am Micro absolut überzeugend die Attitüde des extremen angepisst-seins. Klar, wie soll man diese Texte auch sonst singen? Gute Arbeit am Micro, denn man kann durchweg auch alles gut verstehen, was Herr Grawe da vom Stapel lässt. Auch Parallelen zu Kreator´s Mille könnte der ein oder andere hier ziehen.

Die Gitarrenabteilung der Band, die sich aus dem absolut sauber arbeitenden Volker Rahn und Achim Sandkuhl zusammensetzt, bietet neben gut durchdachten Melodien auch massig straight-forward-kicking Riffs, die teils so derbe erscheinen, dass sie zusammen mit der Rhythmussektion von Markus Breuer am Bass und Tom Freyer an den Drums wie eine gewaltige Wall of Sound aus den Boxen kommen.

Wenn man die ersten Zeilen von „Society Kills“ hört, weiß man, womit man hier konfrontiert werden wird: Schonungslos wird es hier voll einen auffe Mütze geben. Das Solo in diesem Song sucht echt seinesgleichen… Der Titelsong „Sick Of Being Human“ startet mit einem so derbe geilen Riffing, dass mir ganz warm ums Herz wird...das ist ein würdiger Titelsong, bei dem alles passt!

Und so haut auch das auf dem Fuße folgende „What Lies Beneath“ voll in die Fresse, dass es nur so scheppert! Gnadenlose Riffs, alles an diesem Song gefällt mir wirklich sehr! Etwas langsamer, aber dennoch nicht minder heftig, startet dann „Shed Away From Reality“. Dieser Song schafft es aber im weiteren Verlauf leider nicht, den anfangs aufgebauten Spannungsbogen bis zum Ende zu halten.  „The Age Of Scorn“ ist dann auch wieder ein Song, der es geschafft hat, in meine Lieblings-Song-Sektion aufzusteigen. Mitreißende Geschwindigkeit, gut durchdachte Strukturen und dieses nahezu perfekte Solo geben hierfür den Ausschlag.  „In Our World“ schleppt sich dagegen leider ein wenig dem Songende entgegen, sorry… „No More Hate“ jedoch zeichnet sich wiederum durch mehr Biss aus. Da es hier auch wieder Geschwindigkeitswechsel gibt, ist auch wieder mehr Abwechslung an der Tagesordnung. Das Solo dieses Songs müsst ihr gehört haben!

Wer die ersten Worte von „Over And Out“ nicht schon nach dem ersten …oder spätestens dem zweiten Durchlauf als Dauerrotation in seinem Köpfchen hat, dem ist dann, so glaub ich, auch nicht mehr so recht zu helfen. Außerdem bietet sich bei diesem Song wieder super Gelegenheit, den Schädel kreisen zu lassen.  „Paincollector“ beginnt ziemlich zügig und entpuppt sich als Knüppelsong par excellence. Und schließlich kommen wir zum letzten Stück „Devil´s Offer“, das in der Tradition dieses Album den Reigen von Scornage´s old-school-Thrash Metal schließt.

Das gesamte Album erscheint wie aus einem Guss. Und dieser Guss hat einen richtig schön aggressiven Anstrich. Will sagen, dass dies hier ein richtig gutes Thrash Metal-Album der alten Schule ist. Und man sollte unbedingt in unsere „Termine“-Sektion schauen, um es auf jeden Fall irgendwie einrichten zu können, sich die Aachener mal live anzuschauen. Fazit: Im Großen und Ganzen gibt es hier richtig guten Old-School-Thrash aus deutschen Landen! Für jeden Thrash-Metal-Fan ist ein Antesten dieser Band ein Muss!

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