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Schizophrenic Voices: Demo

Es lebe der free Metal!
Wertung: 8.5/10
Genre: Progressiver Metal Punk
Spielzeit: 23:43
Release: 30.11.2005
Label: Eigenproduktion

Nun liegt es vor, das Demodebüt von Schizophrenic Voices. Also wie immer erstmal ins Promoblatt geguckt und gewundert, hab ich das etwa geschrieben? Der Humor, oder …äh …eher Geisteszustand der Band liegt ziemlich nah bei meinem. Nachzulesen unter www.schizophrenic-voices.com. Nun ja, umso kürzer war die Zeit, bis ich die CD im Player hatte. Progressiver Rock mit sowohl Punk als auch Metalanleihen.

Ich muss zugeben, dass ich ein paar Durchläufe benötigt habe, um mich zu infizieren. Schizophrenic Voices kommen schon relativ komisch daher, es hört sich alles noch ein wenig rumpelig an, so als ob das Gehirn versucht, klare Gedanken zu fassen, aber durch die Narkotika doch ein wenig beeinflusst wird.

Als erster Song wird uns „Schizophrenic Voices“ dargeboten, welcher mich schon stellenweise an die ersten Demos von Omen (Death Rider) erinnert. Absolut cool, es geht zügig zur Sache und bleibt im Kopf hängen. Weiter geht`s mit „Set Me Free“: Schnelle Parts wechseln sich mit gefühlvollen und dann wieder mit aufgeregt wirkenden Parts ab. Wer Prog ohne technische Highlights mag, sollte hier umgehend reinhören. Irgendwie schaffen es die Schizos, Melodien zu kreieren, welche einem Tage nach dem Genuss plötzlich in den Kopf kommen.

„Twilight“ kommt schon fast balladesk rüber. Schöne gefühlvolle Passagen, welche aber auch immer wieder von den E-Gitarren unterbrochen werden. Hier passt die rohe Produktionsart wie die Faust aufs Auge. Bei „Scum`s World“ geht die Achterbahnfahrt der Gefühle weiter. Mal treibend, mal schleppend und nie massenkompatibel.

„Leading Light“ bietet wieder die gleichen extremen musikalischen Kontraste: Metal, Rock, Punk und das alles so roh, wie es eben nur geht. Die Musik ist aufgrund ihrer einfach gehaltenen Komplexität (man beachte die Ironie dieser Worte!) für den Hörer etwas sperrig. Aber wenn man sich darauf einlässt und sich öffnet, wird man sehr schnell infiziert, ohne eigentlich genau beschreiben zu können, warum oder was da gerade mit einem passiert.

Fazit: Ich denke, die Epidemie Schizophrenic Voices wird nicht so leicht zu stoppen sein. Einmal unscheinbar berührt, wird sie Tage später das Erinnerungszentrum deines Gehirns malträtieren. Daher ist auch der Warnhinweis „ Die Zahl der Schizophrenic Voices erkrankten Patienten nimmt stetig zu. Es besteht eine hohe Suchtgefahr – Ansteckung ist nicht ausgeschlossen“ unbedingt zu beachten.

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