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Schattenspieler: Babel

Ein sehr gutes Album einer begabten Band
Wertung: 9/10
Genre: Darkrock
Spielzeit: 71:51
Release: 21.08.2009
Label: Dr. Music Distribution/ Rough Trade

Schattenspieler - ein Name, der für die Vereinigung von Licht und Schatten im Klanggewand des harten Rock und Metal steht. Ebendies will man dem geneigten Hörerauf dem neuen Album „Babel“, welches, im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben nicht in Eigenproduktion, sondern mit Rückendeckung von Dr. Music Distribution und Rough Trade entstanden ist, nahe bringen. 

Die Band selbst klassifiziert ihren Sound als Darkrock, besitzt allerdings keine Gothic-Anleihen. Es ist vielmehr eine Mischung aus Heavy Metal und Hard Rock mit einem dunklen Touch. Auch textlich hat man den Longplayer geteilt: So sind vier der acht Tracks in englischer Sprache verfasst und die andere Hälfte auf Deutsch. Musikalisch ist allerdings kein Unterschied feststellbar.

Die Drums sind häufig sehr druckvoll eingespielt. Sie treiben das Tempo nach vorne, wie beim Opener „Sister Terror“ oder beim starken Intro von „Der weiße König“. Einzig bei „Totes Glück“ ist das Schlagzeug in der ersten Hälfte des Titels etwas roh abgemischt und schmälert auf diese Art den Klanggenuss ein wenig.

Die Gitarre ist meist durch starke, drückende Riffs vertreten, wie man sie bei „Das Böse lebt“ zu Gehör bekommt. Bei „The Last Stand“ kommt der Sechssaiter in einem rockigeren Gewand daher. Die Melodiestimme teilt sich die Gitarre mit dem Keyboard. Übernimmt das Keyboard, wie zum Beispiel beim Opener „Sister Terror“ die Melodieführung, so steuert die Gitarre späterhin noch ein Solo bei. Nur bei „Violence“, welches zusätzlich mit einen elektronischen Sample aufwarten kann, und bei „Der weiße König“ bleibt das Keyboard als Klangteppich im Hintergrund bestehen. In das Intro von „Das Böse lebt“ wurden noch ein paar Orgelklänge zum Keyboardsound hinzukomponiert.

Der Gesang von David J. Esser ist in der mittleren Stimmlage anzusiedeln, bricht jedoch zeitweise auch in höhere Gefilde aus. In der normalen Tonlage ist der Gesang sehr gut und angenehm, in hohen Lagen fehlt jedoch etwas der Druck hinter der Stimme. Einen schönen Gegenpart dazu bieten die hellen Backingvocals, die noch etwas mehr Abwechslung in den Klang bringen. Beim melancholischen Titel „Totes Glück“ sind sogar ein paar Growls eingearbeitet.

„Das Böse lebt“ kann vor allem durch seinen eingängigen Refrain überzeugen. Ohrwurmreif ist auch die Piano-Ballade „Let Me Go“, die geschickt an jeglichem Kitsch vorbeisegelt. „In Ewigkeit Amen“ ist mit 32 Minuten der längste Track des Albums. Es beginnt geheimnisvoll mit einer dunklen Grabesstimme und steigert sich zu einem sehr vollen Klangbild. Jedoch bekommt man nach einiger Zeit eine etwa 15-minütige Pause geboten, bevor das Stück von vorne beginnt, nur dass nun alles ein wenig verzerrt klingt.

Fazit:  Schattenspieler liefern mit „Babel“ ein sehr gutes Album ab. Die Refrains sind eingängig, die Songs besitzen recht viel Kreativität und Atmosphäre. Zwar scheint die Produktion an manchen Stellen nicht ganz 100%ig, was den Hörgenuss jedoch nur beschränkt schmälert. Ein gutes Album von einer begabten Band.

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