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Schattenkinder: Weißer Regen

Hinein ins Reich der Träume
Wertung: 8/10
Genre: Neoklassik, Darkwave, Heavenly Voices
Spielzeit: 63:28
Release: 22.02.2008
Label: Curzweyhl

Hinter dem Namen Schattenkinder, welcher eher auf schwülstigen Synthi-Gothic á la Blutengel schließen lassen würde, verbergen sich fünf talentierte Musiker aus Dresden, welche auf eine Mischung aus Dark Folk und Weltmusik, mit Heavenly Voices-Elementen, setzen.

Mit „Weißer Regen“ habe ich hier nach „Vision of Nightfall“ das nunmehr zweite Werk der sächsischen Female-Fronted Darkwave-Formation vorliegen, welches dem geneigten Zuhörer laut Pressetext „eine romantische, melancholische und surreale Reise“ durch die Sinne bescheren will. Und tatsächlich, lassen sich neben unverkennbaren Darkwave Elementen, Parallelen zu Musikern wie „Enya“ oder „Björk“ feststellen.

Die Zeit des „Heavenly Voices“ ist zwar schon vergangen, könnte mit Bands wie den Schattenkindern jedoch eine Renaissance erfahren, gehen diese ihren Weg konsequent weiter, ohne auf ausgetretenen Pfaden stehen zu bleiben.

Die Thematik dieser Scheibe befasst sich mit den Wirren des Alltags und verpackt diese in ein zart-liebliches Klanggewand, das zum träumen einlädt, nicht zuletzt dank der charismatischen, fragil-wirkenden Gesangsstimmen der beiden Leadsängerinnen und der z.T. ungewöhnlichen, sphärischen Soundlandschaften. Aber auch die klassisch anmutenden, filigranen Geigensätze und akzentuierte Gitarren und, -Bassläufe runden das Gesamtbild ab und tragen ihr übriges zur dichten Atmosphäre dieses Werkes bei.

Obwohl das Album stellenweise sehr langatmig und ein wenig monoton erscheinen mag, klingt die musikalische Vielfalt ab und an bei Stücken wie „When most I wink“ durch, welches z.B. leichte Jazz Anleihen aufweisen kann und etwa einige Trip-Hop und Barmusik Elemente beinhaltet. Überhaupt entfaltet das Album erst ab der zweiten Hälfte seine volle Stärke, während der erste Teil mitunter sehr langwierig und zäh wirken kann.

Auch setzt die Band auf Mehrsprachigkeit und Sprachklang als stilistisches Mittel, sodass wahlweise in Deutsch, Englisch als auch Französisch gesungen wird und obwohl es insgesamt schwer fällt Anspieltipps festzumachen, so sind dennoch die beiden Stücke „The Abyss“ als auch „Helene“ hervorzuheben die beide, durch ein orchestrales Arrangement überzeugen können.

Was mir persönlich jedoch auch sehr gut gefällt ist das experimentelle „Traum der Spieluhr“, welches durch dezente Violinenakzente und Glockenläuten und den geheimnisvoll verzerrten Sprechgesang ein sehr surreales Bild wiedergibt.

Störend hingegen wirken wirken einige Synthi-Einlagen welche die melancholische Atmosphäre zerstören und fast schon penetrant daherkommen, wie in „Breaks of Life“. Erfreulicherweise ist dieses Defizit auf der gesamten Scheibe nur sehr selten anzutreffen.

Freunde der meditativen und ruhigen Klänge werden an dieser Scheibe ihre helle Freude haben. Lauschend den zarten Klängen kann man wunderschön entspannen und die Alltagssorgen baumeln lassen. Ergo, vergebe ich für dieses wunderschöne Machwerk 8 von 10 Punkten und eine klare Empfehlung.

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