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Savora: Company Of Dogs

Tolles Debütalbum
Wertung: 8,5/10
Genre: Psychedelic Rock / Psychedelic Metal
Spielzeit: 60:02
Release: 01.11.2012
Label: Eigenproduktion

Die Niederbayern Savora tummeln sich schon eine ganze Weile in der Livemusikszene. Jetzt hat die Band ihr Debütalbum veröffentlicht. Dabei zeigen die Kerle, dass sie nicht nur musikalisch eigenen Wege gehen können und wollen. Die erste Überraschung bietet sich dem Endverbraucher, wenn er die CD in den Händen hält. Das Cover präsentiert sich schon sehr ungewöhnlich, aber die Verpackung des Silberlings ist noch viel untypischer. Ähnlich wie bei einem Verpackungskarton muss man sich zuerst bis zur Scheibe vorarbeiten, bis man in den Genuss der Musik kommen kann.

Ist diese Hürde überwunden, dann punkten Savora sofort mit verspieltem Psychedelic Rock einer ganz eigenen Machart. Noch etwas sticht sofort ins Ohr sozusagen: Der weiche, warme Sound der Scheibe lässt sofort eine analoge Bearbeitung und Aufnahme der Lieder erahnen. Und tatsächlich wurde der Silberling komplett analog produziert. Das Kreischsäge Studio stellt sich für die Band als Glücksgriff heraus, denn der Sound ist richtig fett und auch stark an den Rockheroen der Siebziger angelehnt. Dominant sind vor allem die Snaredrum und die Gitarren. Die Bassdrum schiebt hauptsächlich wirklich im untersten Frequenzbereich, was bedeutet, dass der Hörer über vernünftige Wiedergabegeräte verfügen sollte, wenn er den kompletten Soundumfang der Musik von Savora ins Wohnzimmer zaubern möchte.

Die Musik der Band ist nicht so sehr experimentell oder eine Neuerfindung. Die Gruppe konzentriert sich auf solide Handwerkskunst und kann damit auch kontinuierlich punkten. Lieder wie „Origins“ zeigen dabei eher die rockige, harte Seite von Savora, während zum Beispiel „Rasum Tasblum“ sich eher psychedelischen Spielereien hingibt. Trotzdem lässt auch diese Nummer eine gewisse Härte nicht vermissen. Die anderen neun Songs auf der Scheibe pendeln sich mal weiter im Rock, mal weiter im psychedelisch verspielten Bereich ein. Konsequent zieht die Gruppe dabei ihr Ding durch und schert sich nicht wirklich um irgendwelche Trends oder eingefahrene Schemata. Alleine dieser Umstand und die analoge Aufnahme führen schon dazu, dass die oft überlangen Lieder schnell sympathisch werden. Die Songs wirken erdig, solide gearbeitet und mit Liebe gespielt. Dazu merkt man sehr schnell, dass neben den reinen Aufnahmespuren praktisch nichts mehr zu den Liedern hinzugefügt wurde. Dieser Umstand sorgt für einen schönen überschaubaren Sound.

Wenn man sich die Spielzeiten der Titel ansieht, dann kann schnell der Verdacht aufkommen, dass so lange Stücke zwangsläufig irgendwann langweilig werden müssen. Das Gegenteil ist der Fall. Allerdings kann man die Songs (wie fast jede Musik mit gewissem Anspruch) nicht einfach so nebenbei hören. Man muss sich schon die Zeit nehmen und dem Geschehen aufmerksam folgen, um all die kleinen versteckten Details zu erhaschen, die auf dem Silberling versteckt sind. Damit kann man sich gerne und gut mehrere Tage beschäftigen.

„Company Of Dogs“ ist ein durchaus interessantes Album, dass für viele schöne Stunden sorgen kann. Ein gewisses Faible für verschnörkelte Melodien und Bluesgitarrensounds sollte der Hörer aber schon mitbringen. Einzige Schwäche auf dem Silberling sind ein paar Längen, die sich so nach und nach herauskristallisieren. Um diese aber zu finden, muss man vorab schon für deutlichen Verschleiß durch Gebrauch auf dem Silberling sorgen. Wenn man es jetzt noch schafft, etwas eigenständiger zu werden, dann kann man von einer wirklich tollen Band sprechen.  

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