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Sava: Aire

Abwechslungsreiche Zusammenstellung
Wertung: 7/10
Genre: Mittelalterliche Musik
Spielzeit: 0:0
Release: 22.11.2004
Label: Curzweyhl

Was erwartet man bei einem gemeinsamen Projekt von Birgit Muggenthaler von Schandmaul und Oliver Sa Tyr, den wir von Faun kennen? Richtig, eine Mischung der Musikstile beider Bands. Und das findet man auch auf Aire von Sava, wobei der Schwerpunkt dann doch eher auf Seiten von Faun liegt, da das Auslassen der elektrischen Gitarren und Schlagzeug von Schandmaul doch einiges ausmacht. Verglichen mit der akustisch-mittelalterliche Musik von Faun wirkt "Aire" insgesamt schneller und folkiger.

Der Name des Projektes Sava entstammt einer altirischen Sage, in der Sava, die Frau von Finn Mac Cumhaill, von einem Druiden in eine Hirschkuh verwandelt wird. Trotzdem hält die Liebe zwischen beiden und sie heiraten. „Somit symbolisieren Sava und Finn die Beständigkeit der Liebe wie auch die Verbindung von Mensch und Natur, jene Verbindung, welche die Inspiration zu dieser CD geschaffen hat.“, erklärt Oliver Sa Tyr. Der Name Aire für das Album kommt dagegen aus dem Sephardischen und bedeutet "Melodie“ und „Aussehen“, „äußere Form“. Außerdem werden die alten irischen Tänze als Aires bezeichnet.

Da Birgit Muggenthaler schon als Gastmusikerin bei Faun mitwirkte (Drehleier für die Faun-CD "Zaubersprüche") und auch Oliver Sa Tyr Harfenparts bei Schandmauls "Wie Pech und Schwefel" - und "Von Spitzbuben und anderen Halunken" -CD übernahm, ist es einleuchtend, dass sich die beiden Künstler musikalisch bestens verstehen. In Sava werden sie selber von einigen Gastmusikern (Rüdiger Maul, Niel Mitra [beide Faun] und Jule Bauer) ergänzt.

Mit dem Opener "Cernunnos" wird ein norwegischer Text aus dem 12. Jahrhundert vertont. Angenehme Flöten- und Dudelsackmelodien begleiten den Hörer das ganze Lied über und der kurze Gesang von beiden Sava Mitgliedern (B. Muggenthalers Stimme dabei als Background Gesang) passt sich wunderbar den Gesamtwerk an. Gleich darauf folgt das Liebeslied "Yo m'enamori", welches mit dem Gesang von Gastsängerin Jule Bauer fast ohne instrumentelle Begleitung beginnt, aber später in einem Part, in dem die Gesangsmelodie mit Instrumenten auf sehr emotionale Weise fortwährend wiederholt wird, gipfelt.

Im Verlauf des Albums wechseln sich instrumentale und betextete Lieder ab. Mal mit schnellen, fröhlichen Melodien von Flöte und Dudelsack wie in "Eire", aber auch mit langsamen und traurig anmutenden Klängen wie in "Abschiedlied". Jedoch überwiegen die leichten und lebendfrohen Stücke.

In zwei der elf Songs wurde auf Traditionals zurückgegriffen. Im Polska kann man der eigenen Interpretation eines schwedischen Tanzes lauschen, in dem die Harfe (später verstärkt durch Nickelharpa) die tragende Stimme spielt und im Dreivierteltakt Flöte und Dudelsack begleitet. Zweites Traditional ist der aus der Bretagne stammende Tanz "Andro", der mit acht Instrumenten arrangiert ist.

Bei dieser CD sollte so schnell keine Langeweile aufkommen. Das liegt vor allem an der abwechslungsreichen Zusammenstellung von Liedern mit und ohne Text, welche mal beschwingt, mal klagend klingen und das Tempo von Track zu Track variieren. Voraussetzung ist, dass man sich auch für Folk-Musik in der ursprünglichen Form interessiert und auch mal auf „harte“ Elemente verzichten kann.

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