Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Satyros: Riven

Kreativität und Feingefühl vs. dünner Sound und Kunstfehler
Wertung: 7.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 61:18
Release: 01.03.2011
Label: Eigenproduktion

Nachdem die Band uns 2009 schon mit ihrer Promo-EP „A Day Of Rain“ in ein paar Stücke reinhören ließ, bringt sie nun das zugehörige Album „Riven“ auf den Markt. Aber nicht nur die Stücke „Purify“, „Moments Of Mine“, „Traumhallen“  und „Lost in Grey“ sind wieder zu hören, sondern insgesamt zwölf Stücke melodischen Death Metals mit schwarzen Einschlag.

Während Saitenzupfer Andreas und André kräftig die Gitarren bearbeiten und so für eine ordentliche Melodic-Death-Grundlage sorgen, widmet Sänger Matthias sich ganz den schwarzen Vocals. Diese werden nicht nur kraftvoll gekreischt, sondern immer wieder auch gurgelnd performt. Der fehlende Drummer, der mit seinem Schlagwerk eine unverzichtbare Grundlage jeder Band dieses Genres bildet, wird bei Satyros durch einen Drum-PC ausgeglichen: eine extrem zweiseitige Medaille, wie sich auf „Riven“ bald herausstellt.

Der Einsatz von programmierten Drums wird gerade im metallischen Bereich meist nicht ganz vorurteilsfrei aufgenommen und oft nur unter bestimmten Bedingungen akzeptiert. Beim Hören von „Riven“ sollte man allerdings erst einmal alle Vorurteile über Bord werfen und sich ganz auf die Musik an sich konzentrieren. In Stücken wie „Sardonica“ wird die hohe Kreativität deutlich, mit der Bandmitglied Andreas an das Programmieren gegangen ist. Eine tolle Schlagzeugdynamik wird nicht nur hier deutlich und hebt die Musik von Satyros auf ein detailreiches, vielseitiges Niveau. Auch die kurzzeitig gegen den Takt arbeitenden Details des Drum-PCs wie im Titelstück „Riven“ wecken immer wieder die Aufmerksamkeit und bereichern die Musik vielfach. Soviel zu der einen Seite der Medaille. Die andere Seite wird auf „Riven“ leider genauso deutlich und bestätigt bei aller Toleranz leider das ein oder andere Klischee von programmierten Schlagwerken. Immer wieder hört man deutlich den gleichbleibenden, künstlichen Klang der Drums heraus, der neben den „live“ gespielten Instrumenten deutlich an Flair hinterher hinkt. Auch schießen die einen oder anderen Drum-Kunststückchen über das Ziel hinaus, indem sie durch ihre unkonventionelle Art ein übermenschliches Talent zelebrieren. Dies ist zwar einerseits interessant zu verfolgen, nimmt der Band aber mehr an Authentizität als ihr lieb sein wird. Ein menschlicher Drummer hätte diesem Album definitiv besser gestanden, obwohl es wahrscheinlich schwer sein wird jemanden zu finden, der den Ansprüchen der Musik von Satyros gerecht wird.

Wenn man die Drums aber mal außer Acht lässt, so erschließt sich im Ganzen ein abwechslungsreiches Album, das durch seine klaren Strukturen und Klänge zu überzeugen weiß. Dies ist ein echter Vorteil gegenüber der Promo-EP, die noch mit einem dumpfen Sound zu kämpfen hatte. Dafür fehlt es beim Album „Riven“ nun an klangtechnischer Tiefe. Dem Sound fehlt es an Basstönen, so dass der durchschlagende Effekt, den der Death-Metal von Satyros leicht erzielen könnte, sich leider nicht so richtig einstellen will. Womit die Band aus Singen aber durchaus punkten kann, ist nicht nur die bereits erwähnte Kreativität, die sich nicht nur im Drumming zeigt, sondern auch ihr Feingefühl für gewisse Umschwünge. Ein wirklich spannendes Beispiel dafür ist der Break in „Ataraxia“. Die hier durch ein sehr vorsichtiges E-Gitarrenspiel vermittelte,  ungewohnte Ruhe gibt nicht nur einen passenden Ausgleich zum Rest des Album, sondern beeindruckt den Hörer auch durch die offenkundige Vielseitigkeit der Band.

„Riven“ ist ein Album, in das hörbar viel Energie und Mühe investiert wurde. Die Band bringt ihre Musik mit Kreativität und Gefühl zum Ausdruck. Deutlich abgewürgt wird sie jedoch leider durch den dünnen Sound und im Falle der Drums stellenweise auch deutlich künstlichen Klang. Es fällt schwer, sich ganz in die Musik zu versetzen. Dadurch wirkt sie nur wenig mitreißend und setzt sich entsprechend wenig im Gehör fest. Eine unnötige Einbuße, die Satyros bis zum nächsten Album hoffentlich ausgemerzt haben werden.

comments powered by Disqus

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen