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Saturnus: Veronika Decides To Die

weiß zu begeistern
Wertung: 8/10
Genre: Doom Metal
Spielzeit: 59:30
Release: 19.05.2006
Label: Firebox

Es regnet düstere Schauer gegen die Fensterscheibe und alles wirkt kalt und nass. Man trauert einer verflossenen Liebe nach oder fühlt sich wegen irgendwelchen Gründen schlecht und verlassen. Derweil läuft die neue Scheibe der Doom-Metal Götter Saturnus „Veronica Decides To Die“ im CD-Player und die Weltuntergangsstimmung ist perfekt. Das nach dem gleichnamigen Roman von Paulo Coelho betitelte melancholische Meisterwerk brauchte 6 Jahre bis zu seiner Vollendung und diese lange kreative Schaffensphase vermag man auch hören.

Bis der Weg zur Veröffentlichung geebnet war, durchlief das sechsköpfige Bandgefüge so einige Krisen. Die Bandbesetzung machte immer wieder Probleme. Mitglieder kamen und gingen. Doch die Band überstand dies und es entstand mit dem bekannten Produzenten Flemming Rasmussen (Metallica, Morbid Angel, etc.) das dritte Album.

Schon beim ersten Hören fallen die wunderschön gespielten, melancholischen Melodien auf, die solch eine unglaubliche, düstere Atmosphäre schaffen. Die Produktion lässt keine Bemängelungen zu, der Sound stimmt einfach ganz und gar. Die Lieder sind meist in einem schleppenderem Rhythmus und tragen den Hörer nur so dahin. Sänger Thomas unterstützt die Trauerstimmung mit kurzen melancholisch gesprochenen Teilen und variiert zu tiefen Growls, die sich perfekt in die restliche Musik einordnen.

Schön gespielte Keyboardparts mischen sich mit den Gitarrenmelodien. Lediglich die Platte im Gesamten kann anstrengend wirken, dadurch, dass fast alle Lieder sehr langsam gespielt und dazu auch zeitlich nicht allzu kurz sind, schleppen sie sich nur so dahin. Wenn man sich die Platte durchgehört hat, kann man verstehen, warum die Hauptfigur des inspirierten Romans dabei war, sich das Leben zu nehmen. Man kann sich kaum dagegen wehren, deprimiert zu werden.

Das vierte Lied „Rain Wash Me“ beginnt mit einem düsteren Keyboardteil, der trotz der traurigen Klänge ein wenig Hoffnung in sich birgt, nach einer kurzen Pause treten die Gitarren dazu. Schleppende Growls untermalen die negative Stimmung. Die Riffs sind wenig technisch aufgebaut, viel eher episch und hymnisch. Sie sind langsam und recht ruhig. Das Keyboard wird immer wieder in den Vordergrund gesetzt. Die tiefen, dunklen Melodien ziehen sich nur so dahin und nachdem der Sprechgesang einsetzte wird das Lied noch mal mit tiefen Growls und ausdrucksstärkeren Melodien vorangetrieben.

Das folgende Lied „All Alone“ beginnt mit einem hoffnungsvollen Akustikteil, der Wärme in die kalte Stimmung bringt. Auch der wie ein Gedicht gesprochene Gesang beinhaltet diese aufbauende Stimmung. Das Lied verändert sich die Zeit über kaum, die Stimmung bleibt beibehalten, lediglich zum letzten Drittel hin treten die verzerrten E-Gitarren dazu, die mit einem ausdrucksstarken Solo abschließen.

Neben dem bekannten Produzenten haben sich die Dänen auch den berühmten Künstler Travis Smit für ihr Frontcover ins Boot geholt, der schon die Alben von Bands wie Anathema und Katatonia zum Blickfang gemacht hat. Das gesamte Album hat eine ziemlich lange Spielzeit, kaum ein Lied geht unter 6 Minuten.

Abschließend muss ich sagen, dass dieses Album mich durchaus begeistert hat, obwohl ich kein Fan von depressiven und langsamen Platten bin. Leute, die auf schnelle, zackige Riffs stehen, ist dieses Album nicht unbedingt zu empfehlen, aber jeder der träumen möchte und sich in melancholischer Musik heimisch fühlt, sollte diese Platte auf keinen Fall missen. Sie führt den Hörer in ganz andere Welten.

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