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Sathanas: Worship The Devil

„Trend, ich scheiße auf ihnen“ - „Ich danke sie“
Wertung: 6/10
Genre: Blackend Death Thrash Metal
Spielzeit: 38:12
Release: 20.03.2015
Label: Doomentia Records

Wer wie die Pennsylvania-Herren von Sathanas schon seit unglaublichen 25 Jahren im schwarzgefärbten Black Thrash lärmt und so konsequent jedweden Trend schlichtweg ignoriert, wer sich in keinster Weise dem Populärkonsum anbiedert, dem gehört eigentlich dauerhaft Respekt gezollt, denn allzu sehr sind doch immer wieder die Verlockungen einer Soundkorrektur allgegenwärtig. Nicht aber für dieses Trio, denn hier dominiert nach wie vor der Death Thrash Metal mit einer ordentlichen Prise Black Metal – Punkt. Klar, in den ganzen Jahren gab es diverse Schwankungen, was die Mengen in der Rezeptur betrifft: Einmal mehr Thrash, jetzt wieder mehr Death, aber so ist das Lebensgefühl halt.

Das neunte Full-Length-Scheibchen liegt nun also vor und am Ende weiß man als „Konsument“ nicht richtig zu hundert Prozent, wie man denn nun mit der geballten Old-School-Riffkeule dasteht, denn eines ist klar: Wenn schon kein Trend, dann auch keine Innovation. Da dürfte natürlich der Old Schooler praktisch im Kreis vor dem Gehörnten hüpfen, was allein schon vom Coverartwork her deutlich wird – und welches sicherlich mehr als geeignet ist, nicht nur als CD-Coverartwork ein verkleinertes Dasein zu fristen.

Die musikalischen Highlights sind dafür schon rarer gesät. Klar, unter den Fittichen von Nick Kucel – der quasi schon seit 2007 wie ein produzierendes Bandmitglied scheint – aufgenommen, den Mix übernahm Tore Sterjn (Funeral Mist, Watain), was im Endeffekt für eine transparente Ausstattung sorgte. Doch allein: Gerade im angeschwärzten Death Thrash darf der Schmutz nicht verloren gehen. Die Drums kommen hier selten über Standard, da helfen auch die immer wieder einsetzenden, antreibenden, aber auch vorhersehbaren Double-Bass-Tretminen wenig.

Zum Opener „Written in Blood“ freut man sich noch über recht abwechlunsgreiches Riffing und auch der Gesang ist richtig räudig, doch je mehr Songs hinter einem liegen, desto mehr drückt sich der Durchschnitt durch die Matritze. Ein Ohrenschmaus ist dabei die schön schwarz gefärbte Nummer „Oath Of Witchery“ mit einigen Tempiwechseln und einem spannend gehaltenen Songaufbau, und auch kurz vor Schluss darf das sich fies dahin schleppende „Blessings Of Doom“ ein bisschen für das Punktekonto einsammeln, doch auch in den guten Songs sind die Gitarrensoli nicht zwingend und schneidend genug: Sie tun halt nicht weh und reichen sich so wie so vieles  andere auch im Mittelmaß ein.

Vor 20 Jahren hätte man Sathanas fast zweifellos abgefeiert, heute aber durchbricht „Worship The Devil“ kaum die Schallmauer zum Gut, sondern versackt im Nett, ist aber nicht wirklich notwendig. Sauberes Arbeiten reicht einfach nicht mehr, da müssen zündende Ideen her, denn das fatale an Album Nummero neun ist doch, dass man irgendwann plötzlich erstaunt feststellt, dass die Platte schon wieder durchgelaufen ist, nur kann man sich beim besten Willen an kaum etwas erinnern – die Halbwertszeit ist da also eher sehr übersichtlich.

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