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Sathanas: Crowned Infernal

Der Gegenbeweis für den schlechten Ruf der amerikanischen Black-Metal-Szene
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 41:3
Release: 28.04.2008
Label: Pulverised Records

Die Geschichte von Sathanas ist gleichzeitig die einer äußerst tragischen Band, die in den vergangenen 20 Jahren aufgrund von ständigen Label-Problemen nie so recht dazu gekommen ist, ein Stück vom großen Extrem-Metal-Kuchen zu ergattern. Seit 1988 sind die Männer nun schon aktiv, veröffentlichten derweil über die unterschiedlichsten Plattenfirmen ihren satanischen Stoff, standen dabei auch mehrfach vor dem internationalen Durchbruch, scheiterten aber letztendlich immer an irgendwelchen lästigen Business-Hürden.

Aufgegeben haben die US-Amerikaner aber in all der Zeit nie, auch wenn die Pausen zwischen den Alben zuletzt doch recht lange andauerten. Seit knapp drei Jahren ist die Band aber nun wieder dauerhaft aktiv und bereit, der Ungerechtigkeit ein Ende zu bereiten und folglich die nötige Akzeptanz und Anerkennung zu finden.

Mit der nunmehr sechsten Full-Length (dazwischen gab es noch die EP „Flesh For The Devil“) präsentiert sich das Underground-Urgestein nun einmal mehr mit infernalischen Thrash-Sounds und brachialen Death-Metal-Gitarren. Aggressiv und äußerst selbstbewusst prügelt man sich durch flotte Stücke wie „Cast Into The Fire“ und „The Brast Of Revelation“, verstrickt sich dabei aber zu keiner Zeit in oberflächliche Schemen.

Stattdessen wird der Gehörnte mit einem überraschend vielschichtigen Werk gepriesen: Beschwörerische Klänge in „Summoning The Ancient Hordes“, aggressives Riffing in „Beneath The Blood Red Moon“ und majestätische Arrangements im Schlussdrittel – klarer Fall, hier musizieren trotz all der erfahrenen Querelen ambitionierte Visionäre mit reichlich Ahnung von der Materie.

Andererseits bedienen Sathanas natürlich bewährte, traditionelle Sounds und erfinden das Rad erwartungsgemäß nicht neu. Da sich die Band aber trotzdem darum bemüht, die zeitgemäßen Entwicklungen im Genre zu tragen und sich nicht zu sehr in Retro-Manier auszutoben, klingt das Gebotene ansprechend und im weitesten Sinne frisch, quasi solide Hausmannskost, die sich durch die erkennbare Spielfreude von der mittlerweile leider häufig lieblosen Konkurrenz unterscheidet.

Fazit: Und weil gerade in diesem bereich Qualitätsware mit Mangelware gleichzusetzen ist, sollte man der sechsten regulären Platte dieses Urgesteins definitiv mal einen Hördurchgang schenken!

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