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Satanic Surfers: Back From Hell

Die Band meldet sich mit einem Paukenschlag zurück
Wertung: 8,5/10
Genre: Skatepunk, (Melodic) Punkrock
Spielzeit: 30:27
Release: 13.04.2018
Label: Regain Records

Ganze 13 Jahre ist es her, dass die Schweden Satanic Surfers ihre letzte Platte „Taste The Poison“ unters Volk warfen und sich dann mir nichts, dir nichts auflösten. Gerade mal vier Jahre ist es her, dass die Truppe um Sänger Rodrigo Alfaro wieder Blut leckte und sich auf die Bühnen dieser Welt zurück wagte. Spekulationen wurden laut und lauter, Fans (und wahrscheinlich auch die Band) unruhiger und das Ergebnis dieser Unruhe wurde recht eindringlich auf die neue Scheibe „Back From Hell“ gebannt.

Eigentlich nicht wirklich überraschend, aber doch erstaunlich, dass eine Band wie die Satanic Surfers es schafft, nahezu nahtlos an die letzte Scheibe von 2005 anzuknüpfen: Auch die neuen Songs stellen sich wieder quer in die Schnittmenge zwischen Hardcore und Punk, fahren immer wieder ordentliche Melodien und derbe Geschwindigkeiten auf und könnten noch am ehesten in die Skatepunk- und Melodic Punkrock-Ecke geschoben werden, zumal die Vocals ohne stumpfes Gebelle oder Growls auskommen.

Das wütende „The Usurper“ heißt alte wie auch neue Fans gleich zu Beginn der passend „Back From Hell“ betitelten Platte willkommen, hier muss kein bisschen Staub aus den ollen Knochen geschüttelt werden, obwohl die Band – zählt man die Pause nicht mit – nächstes Jahr immerhin schon 30 Jahre alt wird.

Ohne Atempause geht es mit dem nicht weniger rasanten „Catch My Breath“ weiter, die letzten 13 Jahre scheinen den Schweden null angehabt zu haben, stattdessen wird in vollem Tempo nach vorne geballert. Eines der sicherlich eindringlichsten Stücke der Platte ist dann „Self-Medication“, in dem Alfaro den ständigen Kampf mit Alkohol beschreibt: „I don‘t even like the taste/It‘s just a way to help me to forget“ wird ohne jeglichen Pathos rübergebracht und verursacht dadurch nur noch mehr Gänsehaut.

„Madhouse“ zaubert dann mit seinem „Who let the dogs out“-Part ein kurzes Grinsen auf das Hörergesicht, das aber recht schnell vom folgenden „Going Nowhere Fast“ weggeblasen wird, das mit ordentlichem Tempo an einem vorbeirauscht und es trotzdem schafft, eine schöne Melodie in den Refrain einzubauen, die in all dem Galopp nicht untergeht. Sogar für ein Gitarrensolo ist Zeit, was nochmal den breitgefächerten Stil der Truppe zeigen dürfte.

Das beschwörende, mit flirrenden Gitarrensoli versetzte „Pato Loco“ ist dann eher ein kurioser Teil der Tracklist, dafür galoppiert der folgende und finale Titeltrack noch mal schön drauflos, das charakteristische Tempostolpern eingeschlossen, obwohl sich der Track sicherlich auch gut als Opener gemacht hätte. Alles in allem kann man hier aber wenig meckern: Wer vorher schon Fan der Band war, wird es auch mit dem neuen Album definitiv bleiben; wer die Band vorher nur peripher auf dem Schirm hatte, wird mit ziemlicher Sicherheit auch in die älteren Alben mal reinhören und sich ein bisschen mehr mit dieser Band beschäftigen, die es schafft trotz langer Pause und persönlicher Dämonen ein Album voller Spielfreude zu präsentieren, das im Backkatalog absolut gleichwertig dasteht.

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