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Satan Takes A Holiday: Who Do You Voodoo

Viel Rock ohne Roll
Wertung: 7/10
Genre: Garage Punk, Fuzz Rock
Spielzeit: 37:58
Release: 22.03.2013
Label: STAH Music/ Rough Trade

Wenn man an die schwedische Musiklandschaft gerade im härter rockenden Genre denkt, dann ist ein Begriff wie “Exot” eher unpassend, wobei sich Satan Takes A Holiday da eher mit einem anderen Stempel versehen, sind sie doch Inhaber eine Rock Cafés in Stockholm und hatten anfänglich so gar nicht vor, überhaupt eine Band zu gründen. Bestand die erste Show noch weitestgehend aus Coversongs, so sind mit der Zeit immer mehr Shows dazugekommen, und auch die Anzahl der eigenen Songs nahm dann stetig zu, was nun in dem mittlerweile zweiten Album gipfelt, welches nun unter dem Titel „Who Do You Voodoo“ unters Volk gebracht werden soll.

Viel Rock, dabei aber so fast keine Spur von Roll. Jede Menge 60er Jahre Vibes, dazu eine Tonne Fuzz und Garagenpunk – fertig ist die Satan Takes A Holiday-Mischung auf der zweiten Scheibe, die sich im Gegensatz zum Erstling „Satan Takes A Holiday“ von 2009 deutlich aufgeräumter, vom Sound her deutlich sauberer anhört. Die Schweden verlassen also den etwas schmutzigeren Rockweg, verzichten dabei aber nicht unbedingt auf den Rotz, den eben dieses Gebräu ausmacht.

Gleich der Opener verrät dann auch schon alle Satansferien-Inhaltstoffe: Leicht hektische, manchmal sogar sanft hysterische Vocals, die sich aber auch hin zu süßlichen „Uhauuus“ wenden. Garage-fuzzrockige Gitarre mit einem furztrockenen Bassgerüst – fertig ist die für Tanzschuppen geeignete Mucke. Während sich im Titeltrack „Who Do You Voodoo“ oder auch „Her Pretty Hand“ noch sanfte White-Stripes-Elemente einschleichen, so wird es in „Radio“ noch ein bisschen deutlicher, wobei es dann doch schon ein wenig am Nervenkostüm kratzt, wenn der Titel des Tracks gefühlte millionenmal wiederholt wird.

„Go Go Go“ lebt ein wenig von dem fröhlich wirkenden Refrain, der allerdings auch zigmal auf der Repeatschleife geistert. „Moth And Flame“ rockt dann etwas rotziger durch die Digitalspuren. Bei „I Wanna Hold Your Hand“ werden Satan Takes A Holiday dann deutlich experimenteller, verschleppen das Tempo und legen ein paar noisige Arrangements obendrauf. „Leave Me Alone“ ist da eher eine bluesige Vollbedienung im Schnarchnasentempo, während sie das bluesrockige Konzept im Rausschmeißer „Make It Rain“ dann doch wesentlicher krachiger gestalten.

Wie schon eingangs erwähnt: Die alten Vibes leben hier auf. Der Rock wird von vorne bis hinten zelebriert, auch wenn sich gegen Ende der CD eher der Blues durchzusetzen versucht. Die Schweden verzichten weitestgehend auf ausufernde Soli, rocken lieber mit tanzbarer Mischung irgendwo zwischen Danko Jones, The White Stripes und Royal Republic und lassen den Roll eher außen vor. Irgendeiner erwähnte, auf „Who Do You Voodoo“ seien auch The Hives vertreten – kann man schon fast durchgehen lassen, wenn man sich auf die manchmal „hektischen“ Einflüsse beziehen will. Fans der oben beschriebenen Sounds können hier nicht viel falsch machen, zumal Satan Takes A Holiday live noch eine ordentliche Schippe drauflegen.

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