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Sarx: Nail Through Head

Ein Death Metal-Sturm der Kategorie 5
Wertung: 10/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 42:4
Release: 01.02.2005
Label: Eigenproduktion

Sarx aus dem Siegener Umland hauen uns hier mit „Nail Through Head“ nach „…Of Natural Rage“ ihr 2. Demo um die Ohren, dass es nur so kracht. Für dieses Album prügelt bereits der neue Mann Fernando die Felle, und auch die Gitarre wird von dem „Neuen“ Kensi bedient, da ja der Gitarrist Christian Sonneborn leider einen tödlichen Motorradunfall hatte (R.I.P.). Daher haben die Jungs „Nail Through Head“ dem verstorbenen Gitarristen gewidmet. Jedesmal, wenn dieses Album in dem CD-Player seine Runden dreht, zwängt sich mir die Frage auf: Warum in aller Welt haben es die Jungs noch nicht geschafft, einen Deal an Land zu ziehen?

Sarx spielen Death Metal der alten Schule, ohne jedoch in allzu heftige Frickel-Sessions abzudriften. Man findet hier wohl durchdachte Songstrukturen und, auch, wenn das Tempo angezogen wird, bleibt der rote Faden von anfang bis Ende immer gut sichtbar. Dass die Bandmitglieder trotz der Besetzungswechsel gut zueinander gefunden haben, kann man aus den Songs unschwer heraushören, denn was man da hört, ist, dass da eine Einheit am Werk ist. Diese Einheit besteht aus niemand Geringeren als: Jost Kleinert – Vocals, Christian Treude – Gitarre, Kensington – Gitarre, Gregor Frischko – Bass und last, but not least Fernando Thielmann – Drums. Ich denke, ich kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass „Nail Through Head“ zu einer hammermäßigen Death-Metal-Scheibe geworden ist. Denn es sei Euch hier nur noch mal vor Augen geführt: das ist eine DEMO-Scheibe!

In den Songs finden sich Tempowechsel par Excellence, Jost präsentiert sowohl tiefe Growls als auch fiese, gemeine Screams, die sicherlich nicht nur bei mir schon auf „... Of Natural Rage ...“ mächtig Eindruck hinterlassen haben. Ich widme mich jetzt mal den Songs im Einzelnen:  Es geht los mit „Melted Under Siege“. Der Opener startet erstmal in relativ gemäßigten Breitengraden. Wer jetzt denkt: Na, íst doch ganz harmlos, dem verschlägt es spätestens bei Jost´s Eingangsgrowl die Sprache. Die Fullspeedpassage, die direkt im Anschluss folgt, lässt dann auch jeden Unkenrufer verstummen. Geiler Opener, der die Marschrichtung von Sarx ganz klar definiert: Voll inne Fresse! Weniger deftig formuliert heißt das: Eine Weiterentwicklung in der Strukturierung und Abwechslung der Songs, was auch Tempowechsel und Variabilität beinhaltet.

Als nächster Song folgt ein Highlight des Albums: Das brutale, aber trotzdem melodische „Brute Force Divorce“ … brutal, weil mit Einsatz einer Pumpgun … und lest bloß mal die Lyrics ...  „Who Wind Sows“ fegt als nächster Song alles hinweg, was nicht niet-und nagelfest ist. Death Metal vom Allerfeinsten! In der Meteorologie würde man sagen: Das ist ein Sturm der Kategorie 5.  “Nail Through Head” ist der Titelsong des Albums und zeigt noch mal die Punkte auf, die Sarx so stark machen: Eine brutale Härte, die in der Schnelligkeit variiert und in der man auch absolut geniale Melodien findet in Form der Soli von Christian und Kensi. Dieser Song definiert sozusagen die Musik von Sarx. Für mich der Titelsong schlechthin!

„Chamber Of Remorse“ wartet mit einer so satten Soundwand auf, mit der sich Sarx in der Szene nun gar nicht verstecken müssen. Was die Melodie in diesem Song angeht, möchte ich unbedingt auf Christians Solo hinweisen … Klasse!  Auf dem Fuße folgt „Bow To The Thorns” und wie bei allen anderen Songs wird auch hier euren Nackenmuskeln so einiges abverlangt. Zu Beginn von „Curse Of The Spiritless” wird Euch eine klitzekleine Regenerationsphase gegönnt, bevor es wieder voll auf die Zwölf gibt. Dieses Stück kommt unglaublich kraftvoll rüber … geil! “Bonecrusher“ beinhaltet das meiner Meinung nach beste Solo von „Nail Through Head“ … einfach genial, wie die Jungs es immer wieder hinkriegen, diese Härte mit der Melodie in Einklang zu bringen!  Den letzten Song „BFG“ werden Death Metal Fans lieben, aber deren Nackenmuskulatur vielleicht eher nicht. Hier gibt es wieder das volle Brett von Sarx!

So, nach Durchlauf dieser mörderischen neun Songs sei nur noch mal erwähnt, dass es sich bei Sarx um eine Band im Demo-Status handelt!!! Aber ich denke, es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich dieser Zustand ändern wird und Sarx endlich ihren wohlverdienten Deal ergattern. Diese Songs, die in Eigenproduktion entstanden sind, machen einen nahezu perfekten, professionellen Eindruck!

Fazit: Ich bin absolut und 100%-ig von dieser Band und dieser Scheibe begeistert! Da diese Band einen Deal mehr als verdient hat, kommt bei mir auch nix anderes in die Tüte als die vollen 10 Punkte!

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