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Sardonic: Symptomaniac

Solide und handwerklich gut, trotzdem ausbaufähig
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal , Grind
Spielzeit: 45:42
Release: 15.09.2006
Label: Musicaz Records

Über gut ein Jahr ist sie nun mittlerweile schon alt, die Scheibe „Symptomaniac“ der Osnabrücker Death / Thrasher Sardonic.Dabei ist dieses Album das zweite Full Length der Jungs. Hier gehen sie nicht ganz so den gepflasterten Weg des Death Metal, sondern streifen hier und da auch mal im Unterholz des Thrash, stellenweise geht man noch einem Schritt weiter und präsentiert auch ein bisschen, was vage in Richtung Black Metal schwenkt, aber auch Anleihen aus dem Bereich des Core sind zu vernehmen. Bei Black Metal sagte ich „vage“ deshalb, weil es zwar in der Presseinfo steht, aber nicht gleich jedem offensichtlich ins Gesicht springt.

Mitten im Geschehen weilt man eingangs des Openers „Fall Of Man“, das gewaltig nach vorne zu stampfen weiß. In „Terrorhead“ gefallen die Einsätze der Drums, welche zeigen, wo der Hammer hängt und die dem Song zu richtig viel Druck verhelfen. Allerdings wirken die Vocals an manchen Stellen ein wenig „schwach auf der Brust“.  „To The Bone“ lebt von seinen Tempowechseln. Hier gibt es außerdem cleane Vocals zu hören, welche den musikalischen Horizont der Jungs aufzeigen. Schön an diesem Song ist, dass man alle Instrumente klar heraus hören kann … der Bass brabbelt vor sich hin, was man so selten zu hören kriegt … schön.

„Vastness Of Aeons“ bestickt durch seine immer wieder eingestreuten, sehr schön anzuhörenden Melodylines, aber hat man diesen Song einmal hinter sich gelassen, ist er leider auch wieder schnell aus dem Kopf. Allerdings gefallen dann die cleanen Vocals leider umso weniger …Es folgt das zunächst eher schwerfällige „Prologue In The Sea“, das mich im weiteren Verlauf mit seinen doppelten Gitarrenläufen an Sarx erinnert und sogar mit einem sehr gefälligen Gitarrensolo aufzuwarten weiß. Der Thrash / Death-Bastard „Surviving The Abortion“ schafft eine gehörig bedrohliche Atmosphäre, wohingegen das folgende Instrumental „Dimension“ eine unerwartete Oase der Ohrenentspannung entfaltet. Da wir es bei Sardonic aber um eine Band im härteren musikalischen Fahrwasser zu tun haben, wird bei dem stark thrashig angehauchten „Stalking The Dead“ wieder mächtig Gas gegeben.

„Waves Of Blood“ gibt einen wunderbaren Einblick in das technischen Können der Jungs an ihren Instrumenten – ein ganz starkes Stück der Band. In „Carving In Ecstasy“ denke ich eingangs aufgrund der Gitarrenarbeit zunächst – man möge mir diesen Vergleich verzeihen – unweigerlich an Running Wild … warum, weiß ich auch nicht … Diese cleanen Vocals sollte man vielleicht auch noch einmal überdenken, denn diese sind nicht unbedingt dienlich, wie auch zuvor schon mal erwähnt.

Die Scheibe ist handwerklich recht gut. Auch vom Songwriting her sind die Songs an sich recht gut strukturiert und auch abwechslungsreich. Die Songs strotzen gar vor Power und Durchschlagskraft und sind so gestaltet, dass man keinen Gedanken an Langeweile verliert. Und trotz dieser guten Argumente ist es leider Gottes so, dass dann doch leider der letzte, dann doch alles entscheidende Funke fehlt, welcher der Scheibe den letzten Kick zu geben vermag und einen dazu veranlasst, immer und immer wieder die Play-Taste zu bestätigen, nachdem „Carving In Ecstasy“ um ist.

An der Produktion gibt es generell nichts herum zu meckern, da sitzt alles am rechten Fleck. Faktisch ist nicht endgültig festzumachen, woran genau es der Scheibe mangelt. Über ein ledigliches „gut“ kommt das Material leider nicht heraus.

Fazit: Solider und handwerklich guter Death /Thrash Metal aus deutschen Landen, trotzdem ausbaufähig.

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