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Sarasin A.D.: Daggers, Lust and Disgust

Ein wirklich gutes Album, jedoch kein Highlight.
Wertung: 8/10
Genre: 80er Hard Rock
Spielzeit: 52:27
Release: 28.06.2008
Label: Music Buy Mail

Sarasin A.D. oder in ihrem Heimatland Kanada auch nur als Sarasin bekannt, bringen nun ihre neue Scheibe „Daggers, Lust and Disgust“ auf den Markt. Als Special wird auf dem Info-Blatt der Sänger und Songwriter Phil Naro angepriesen, der auch schon mit Künstlern wie Coney Hatch, Lee Aaron, Kim Mitchell oder Lou Gramm zusammenarbeitete.

Die Band spielt melodischen Hard Rock aus den 80er Jahren, auch als Stadion Rock zu bezeichnen. Sie versuchen allerdings nicht, irgendetwas neu zu erfinden oder beizufügen, sondern versetzen den Hörer in Zeiten von Led Zeppelin, Katmandü oder AC/DC.

Von der Komposition her sind alle Songs recht ähnlich gehalten. Es beginnt mit einem Gitarrenriff, welches teilweise sehr tief gespielt wird, wie bei „Woken @ Noon“ oder „How Will You Be Remembered“. Danach steigert sich der Track bis zum Refrain, welcher immer sehr eingängig serviert wird.

Trotzdem wird hier Abwechslungsreichtum groß geschrieben. Neben den typischen Hard Rock Stücken wie zum Beispiel „In America“, „The Last Word“ oder das etwas flottere „Kiss Of Death“ gibt es auch zwei sehr ruhige Stücke. Dazu zählt die Halb-Ballade „Bring Forth A Sound“, das mit einer Akustik-Gitarre und tieferem Gesang einsteigt. Danach beginnt ein Wechselspiel zwischen schnellen Parts, welche von der E-Gitarre begleitet werden und langsamen Teilen mit Akustik-Gitarre. Durch diese Wechsel geht leider die Lagerfeuerstimmung verloren, jedoch wird diese beim letzten Titel „The Parting“ voll zum Einsatz gebracht, sodass man zuweilen den Eindruck hat, man höre eine Mundharmonika.

Damit reicht es aber noch nicht. Auch songintern gibt es Abwechslung. So bei „No Sensation“, bei dem die Drums das Tempo vorantreiben, während die Gitarre langsamer zu sein scheint und alles hält. Ähnliches bekommt man auch bei „Black Night Crash“ geboten, nur hier hält der Gesang das Tempo zurück.

Phil Naros Stimme erweist sich durch das gesamte Album hindurch sehr variabel. Er singt etwa in mittlerer Tonlage, wobei er auch höhere Bereiche meistern kann. „Makes Sense“ zeichnet sich vor allem durch die Vocals aus, die in einem Moment langsam, dann wieder sehr schnell aus den Boxen tönen. Während alles sonst sehr melodisch abläuft, wirkt der Gesang bei „Kiss Of Death“ leicht abgehackt.

„How Will You Be Remembered“ und „Jeanie’s Gone Crazy“ fallen aus dem allgemeinen Genre-Gefüge etwas heraus. Erstgenannter Track zeichnet sich durch einige Soul-Anklänge aus, wobei man sich dann bei „Jeanie’s Gone Crazy“ eher in der Funk Schublade bedient.

Fazit: „Daggers, Lust and Disgust“ ist ein gutes, abwechslungsreiches Album der Kanadier. Sie vereinen sehr gute Gitarren Riffs mit präzisem Drumming und einem Gesang mit hohem Wiedererkennungswert. Jedoch schaffen es Sarasin nicht, ihr Level den ganzen Longplayer über zu halten. So gibt es einige Durchhänger, die die Klasse nicht ganz halten können und im Mittelmaß verschwinden. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist ihre Angewohnheit, die Songs immer auslaufen zu lassen, nur bei „Woken @ Noon“ bekommt man ein sehr plötzliches Ende vorgesetzt. Positiv ist auf jeden Fall der große Abwechslungsreichtum, die Soundqualität und die super herüber gebrachte 80er Jahre Atmosphäre. Ein wirklich gutes Album, jedoch kein Highlight, welches aber bei Fans der Musik dieser Zeit bestimmt großen Anklang finden wird.

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