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Sapiency: Fate’s End

Eine Mischung aus Sonic Syndicate und Soilwork
Wertung: 8/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 48:17
Release: 12.11.2010
Label: SAOL/H’Art/Zebralution

Sapiency sind eine noch recht junge Formation. Das Gründungsjahr wird auf 2009 beziffert, jedoch haben alle Musiker schon aus anderen Projekten einschlägiges Wissen mitgebracht. Zwei der Jungs spielen schon mehrere Jahre zusammen, andere haben sehr lange Erfahrung in anderen Bands sammeln können. Auch live war die Combo schon durchaus erfolgreich unterwegs, die Bühne teilten die Frankfurter bereits mit Sonic Syndicate und den Deathstars. Das erklärt etwas die ausgereiften Songs, die sich auf dem nach so kurzer Zeit erschienenen Debüt „Fate’s End“ befinden. Stilistisch lassen sich Sapiency nicht so recht in eine Schublade stecken, was durchaus gewollt erscheint. Die Kategorisierung wird auch durch den Umstand erschwert dass die Gruppe mit zwei Sängern arbeitet. Lars Bittner übernimmt dabei die Leadvocals und Agent steuert die Shouts bei. Diese Gewaltenteilung wirkt sich gerade bei sehr langen Gesangspassagen recht positiv aus. Das alles macht die Genrezuordnung nicht einfacher. Wenn nur eine Bezeichnung erlaubt ist, so trifft die Bezeichnung Melodic Death Metal es noch am ehesten. Es finden sich aber auch leichte Spuren von Metalcore und in den Gitarren klingt manchmal der Rock’n’Roll durch, vor allem während der Solos.

Einen weiteren wichtigen Punkt zum Gesamteindruck liefert der Sound der Scheibe. An diesem kann man überhaupt nichts aussetzen. Die Höhen klingen glasklar, der Bass drückt ordentlich und die Lautstärkenverhältnisse sind genau ausgearbeitet. Produzent Kai Bender und der Mann fürs Mastering, Raul Geisler, haben ganze Arbeit geleistet. Beim ersten, oberflächlichen Hören fallen dem Zuhörer unweigerlich Ähnlichkeiten mit dem Album „Natural Born Chaos“ von Soilwork auf. Beim näheren Betrachten erkennt man aber gleich die feinen Unterschiede, die sich direkt unter der Oberfläche der Stücke verbergen. Alleine durch die zwei Sänger erarbeiten sich Sapiency einen gewaltigen Freiraum in einer zur Zeit hart umkämpften Musiksparte. Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Erscheinungsbild der CD liefern der Schlagzeuger Jan Heusel und der Bassist Sebastian Fix. Da die Musik recht stark grooveorientiert ist, muss die Rhythmussektion ganz schön ackern, um die richtige Basis für die Stücke zu schaffen. Auch das meistern die Frankfurter aber mit Bravour.

Da sich das Album auf konstant hohem Niveau bewegt, ist es schwierig, besonders gute Songs auszusortieren. Zu den besten Stücken auf „Fate’s End“ gehört auf jeden Fall der Titelsong der durch seine rohe, aggressive Art brutal vorwärts schiebt. Auch die auf die Gitarren synchronisierten Lyrics versprühen durchaus ihren Reiz. Der Titel „Wake Up“ ist einer der melodischsten des Rundlings und markiert somit auch ein Highlight.

„Fate’s End“ kann man ohne Bedenken in den CD-Schacht legen und einfach durchlaufen lassen. Man wird nicht enttäuscht werden. Als einziger, nicht ganz fairer Kritikpunkt bleibt, dass das Album keine Hits zu bieten hat. Diese Aussage relativiert sich allerdings sofort wieder, wenn man in Betracht zieht, dass auch kein einziges schwaches Stück auf der Scheibe ist. Außerdem bietet „Fate’s End“ knapp fünfzig Minuten geile Musik, die mitreißt und ein sehr breites Publikum ansprechen dürfte. Interessant ist das Album vor allem für Fans von fast allen Schweden-Melodic Death Metal-Bands, aber auch fast alle anderen Metalheads können einen Blick riskieren. Es ist fast für jeden etwas dabei.

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