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Sanctification: Black Reign

Namhaftes Death Metal-Projekt oder doch eine richtige Band?
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 30:52
Release: 10.07.2009
Label: Pulverised Records

Traurig über den Split von Deicide? Das kann euch natürlich niemand verdenken, aber Sanctification gehen zwar nicht als Nachfolger, aber zumindest als gute Ersatzdroge durch. Die Schweden (wie viele Bands gibt es in Skandinavien eigentlich?) holzen sich auf ihrem vierten Album „Black Reign“ durch Death Metal der amerikanischsten Sorte. Denn während diese Kategorisierung wohl auf den meisten Gebieten eher als negativ aufgefasst werden würde, ist es im Death Metal ein Lob. Amerikanischer Death Metal bedeutet nämlich nichts anderes als Morbid Angel, Hate Eternal oder eben Deicide.

Dementsprechend straight nach vorne geht auch „Black Reign“, dessen Qualitäten sogar einige namhafte Gäste in das legendäre Abyss Studio gelockt haben. Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) und Emperor Magus Caligula (Dark Funeral) wollten Sanctification ihren neuen Hassbolzen nicht alleine einspielen lassen und geben sich auf insgesamt drei Songs die Ehre. Was das Mastering, Mixen und die Produktion angeht, bekam Peter Tägtgren Unterstützung von seinem Bruder Tommy, der sich mittlerweile einen eigenen guten Namen in Produzentenbereich gemacht hat.

Für lange Intros ist natürlich keine Zeit, wenn man in einer guten halben Stunde neun Lieder unterbringt und so geht „Thirst For Blood“ gleich in die Vollen. Florida Death der feinsten Sorte wird hier geboten, wobei auch immer wieder Anklänge an den guten alten Schwedentod auszumachen sind. Sänger Masse Broberg (war ebenfalls bei Dark Funeral tätig und sang die ersten zwei Hypocrisy-Alben ein) gröhlt sich amtlich die Stimmbänder wund und rückt die Band immer mehr in Richtung All Star Projekt, zumal die beiden Gitarristen auch bei In Battle tätig sind.

Ein wenig Unterstützung am Mikro ist natürlich dennoch gern gesehen und so teilen sich die beiden erwähnten Gäste beim Titelstück den Background-Gesang, während das Lied selber deutlich von den langsameren Stücken Morbid Angels beeinflusst ist. Die weiteren Auftritte der beiden Gäste sind „Eternal“ (Tägtgren) und „Storm“ (Emperor Magus Caligula). Für „Storms“ hat der Dark Funeral-Fronter (dessen Drummer Nils Fjellström das Album eingespielt hat) auch die Lyrics mitverfasst und drückt dem Song damit seinen Stempel auf. Passend dazu klingt „Eternal“ wie ein Song des Albums „Osculum Obscenum“ von Hypocrisy. So klingt Death Metal, der mit Herzblut gespielt wird. Sanctification haben mit „Black Reign“ definitiv ein heißes Eisen im Feuer.

„Hear This“ ist ein weiterer Song, an dem Death Metal-Heads nicht vorbeikommen. Oder „Dead Forever“. Oder „Flesh,Bone And Skin“. Ihr seht, worauf ich hinaus will. Dieses Album ist komplett frei von aktuellen Trends, gibt dem Genre aber auch keine neuen Impulse. Das kann und sollte man aber auch nicht von jedem neuen Album erwarten. „Black Reign“ ist voller Killer-Riffs und knallt dank der klasse Produktion amtlich aus den Boxen. Viel mehr kann man von Death Metal eigentlich nicht erwarten, oder?! Bleibt nur abzuwarten, wie es in Zukunft mit Sanctification weitergeht. Bis dahin kommt man an „Black Reign“ aber nur schwer vorbei.

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