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Sammath: Triumph In Hatred

Wer an Black Metal-Unterversorgung leidet, kann reinhören.
Wertung: 6/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 40:45
Release: 13.10.2009
Label: Folter Records

Was sich hinter dem schicken Cover von „Triumph In Hatred“ verbirgt, ist nichts anderes als purer Black Metal der alten Schule. Die Niederländer Sammath konnten in diesem Jahr ihr 15jähriges Bestehen feiern und mit dieser Platte ihr viertes Album veröffentlichen. Inspiriert ist das Quartett dabei von den üblichen Verdächtigen wie Darkthrone und Mayhem, sowie den alten Sachen von Thrashern wie Destruction oder Sodom. Massenkompatiblen Black Metal der Marke Dimmu Borgir sollte man also nicht erwarten, auf „Triumph In Hatred“ wird geblasted, bis das Schlagzeug in seine Einzelteile zerfällt.

Die Produktion tut ihr Übriges, um dem Massaker nicht im Weg zu stehen. Freunde der feingeistigen Unterhaltung werden sich mit Grausen abwenden, wenn ihnen Jan Kruitwagen ins Ohr keift. Aber das macht Black Metal wohl aus. Titel wie „Blood“ oder „Interlude Torment“ sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Die als „Furious Black Metal“ beschriebene Musik gönnt dem Hörer kaum Pausen, sondern prescht fast durchweg nach vorne los. Auflockerung versprechen da die stellenweise wirklich hörenswerten Leads, die die Musiker auch mal zu Taktwechseln „zwingen“.

Das ist auch gut so, denn sonst wäre man auch sehr schnell übersättigt. Wenn eine Band permanent im ICE-Tempo (ohne Verspätung) durch ihr Material prescht, läuft sie Gefahr, sich zu wiederholen und nur um der Schnelligkeit willen schnell zu sein. Dieses Problem zu umgehen gelingt Sammath zumindest teilweise. „Damnation“ offenbart die Liebe zum alten Thrash Metal und geht als eines der Highlights auf „Triumph In Hatred“ durch. Die jahrelange Erfahrung macht sich auf jeden Fall bezahlt, denn so ein gutes Zusammenspiel muss man sich erst erspielen. Knallhart und böse, aber stets mit der richtigen Prise Abwechslung in Form einiger wohl überlegter Breaks zeigen Sammath mit „Damnation“, was sie vielen „Höher Schneller Weiter“-Black Metal-Bands voraus haben.

Diese Mischung funktioniert nicht bei jedem Song, da einige Melodien (ja, auch die gibt es hier immer wieder) nicht so recht zünden wollen. Dann passiert es, dass ein Track regelrecht in sich zusammenstürzt, wie beispielsweise bei „Burn In The Fires Of Hell“, der einfach viel zu gewollt klingt. Mit zunehmender Spieldauer fangen die Arrangements an, sich zu wiederholen und es wirkt so, als ginge der Band auf der Zielgeraden die Puste aus. Da hilft es auch nichts, dass der Titeltrack eher im Midtempo daherkommt und „The Dead Lay Torn“ nochmal eine richtig garstige Abrissbirne geworden ist.

Fazit: Black Metal-Alben, bei denen jedes Stück gleich oder, diplomatischer ausgedrückt, den anderen sehr ähnlich klingt, hatten bei mir schon immer einen schweren Stand. Sammath haben glücklicherweise ein unüberhörbares Talent, dieses Problem zumindest teilweise zu umgehen. Ihr Gitarrist baut teilweise Black Metal-untypische Parts ein, die den aggressiven Grundtenor der Musik aber nicht zerstören. Dennoch ist „Triumph In Hatred“ nur für Black Metal-Fans zu empfehlen, die dringend nach neuem Futter suchen.

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