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Sammath: Dodengang

Einen Probelauf wert
Wertung: 6/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 45:32
Release: 01.08.2006
Label: Folter Records

Für puristische Schwarzheimer sind die Niederlande schon längst mehr als ein Geheimtipp. Bands wie Urfaust und Co konnten die Szene mit viel Innovation und infernalischer Dunkelheit kräftig aufwühlen.

Weniger innovativ, aber umso bösartiger sind Sammath um Multiinstrumentalist Kruitwagen. Weder das beliebte Grün noch die malerische Heimatstadt Nimwegen hatte Einfluss auf das neuste Schlachtwerk „Dodengang“, denn hier regiert der Hass.

Ich muss zugeben, dass ich erst sehr skeptisch war, denn kleine Black Metal-Labels wie Folter-Records überschwemmen den Markt mit unterdurchschnittlichen Möchtegern-Bands. Doch Sammath konnten durchaus positiv überraschen.

Der Sound, wie auch die Grundstimmung ist eiskalt und bösartig. Da werden Erinnerungen an Underground-Grössen wie Nargaroth und Vargsang wach. Das Ganze ist auf der instrumentalen Seite auch noch auf hohem Niveau. Vor allem die schneidenden Riffs mit abgefahrenen und aussergewöhnlichen Melodien stechen heraus. Die hohen, lang angehaltenen Töne schneiden sich regelrecht in den Gehörgang ein. Auch das Drumming ist gekonnt und bietet viel Abwechslung. Es ist variabel und mit Breaks gespickt.

Kommen wir aber nun zu den Schattenseiten. Ganz vorne steht der Gesang, der unter aller Sau ist. Er ist im negativen Sinne monoton und so mit Effekten überladen, dass man auch eine Computerstimme hätte nehmen können. Null Aggression und ein absoluter Atmosphäre –Killer.

Auch die Riffs abseits der Melodien sind eher Standard, was aber nicht besonders schlimm ist.

Insgesamt haben Sammath viele sehr gute Ansätze und spielen technisch auf einer anderen Ebene als viele andere Hobby-Satanisten. Da passen die Vocals umso weniger ins Bild.

Fazit: Dennoch ist „Dodengang“ einen Probelauf wert. Also, bitte das nächste mal einen begabten Sänger engagieren, dann könnte der Nachfolger ein echter Hit werden.

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