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Samael: Lux Mundi

Eine Berg- und Talfahrt
Wertung: 7.5/10
Genre: Industrial Metal, Dark Metal
Spielzeit: 49:01
Release: 29.04.2011
Label: Nuclear Blast

Es gibt neues aus dem Land der guten Vollmilchschokolade und der Skisnobs. Die Black und Industrial Metal-Urgesteine Samael warten mit ihrem neuen Album „Lux Mundi“ auf. Das wie gewohnt eher unspektakuläre Albumcover lässt nicht auf den Inhalt schließen. Das schlichte, graue Bild lässt im Grunde genommen keinen Rückschluss auf gar nichts zu. Anders sieht es da bei der Musik aus. Die Scheibe, die in typischem bitterkalten Klanggewand auftritt, windet sich mit teils heftigen Abstürzen und Wiederaufstiegen durch ihre zwölf Songs. Der Opener „Luxferre“ verzaubert durch die Samael-typischen Synthies, das aufwendige Schlagzeugprogramming und die interessante Struktur. Auch der nahtlose Übergang zum zweiten Titel der CD, „Let My People Be!“ kann noch überzeugen. Der Titel selber aber wirkt dann etwas lust- und antriebslos. Wie auf der Suche nach Orientierung stochern die Schweizer im Dunkeln herum und setzen Songteile in der Reihe zusammen, in der sie sie finden können. Solche Turbulenzen durchschreitet das Album gleich mehrmals. Hammersongs wechseln sich ab mit mittelmäßigen Plätschernummern. Dabei zählen das schleppende „Of War“ und das vorab bereits als Singleauskopplung erschienene „Antigod“ zu den Highlights.

Das Bemerkenswerte daran ist, dass Samael nichts von ihrem früheren Geschick eingebüßt haben, sie können nach wie vor Hammernummern schreiben, wie die bereits angeführten Stücke und weitere beweisen (das letzte Stück der CD, „The Truth“ reiht sich zum Beispiel nahtlos in die Reihe der Killer des Albums ein). Nur die Qualität schwankt stark. Dabei kann sich die Band auf einen gewaltigen Sound stützen. Die Vorproduktion übernahm die Band mit ihrem Bekannten Waldemar Sorychta selbst. Fertiggezimmert wurde die Konserve dann in England bei Russ Russell, der auch schon für Dimmu Borgir, Napalm Death und Amorphis an den Reglern drehte. Heraus kam ein Samael-typischer, aber auch etwas natürlicherer Sound als auf der Vorgängerscheibe. Natürlich klingt auch dieses Album eiskalt und man verspürt diese der Band anhaftende Freiheit und gleichzeitige Einsamkeit. Diesen Zauber beherrschen Samael nach wie vor aus dem Effeff.

Die Gitarren und die Basedrum klingen nicht mehr so synthetisch, dafür klingt der Gesang noch etwas menschenfremder als sonst. Die Instrumente sind alle glasklar und brillant gemischt. Es wurde auch sehr darauf geachtet, dass im Tieffrequenzbereich kein Wabern entsteht ,das den Klanggenuss schmälern würde. Auf einer entsprechend guten Audioanlage oder über vernünftige Kopfhörer kann man die Tiefen der Samael'schen Klangwelten am besten erforschen. Das macht auch jede Menge Spaß. Bei den gelungenen Stücken gibt es jede Menge Spielereien zu erfahren und zu erforschen. Diverse Fills, Gitarrenpassagen und Drumarrangements wollen entdeckt werden.

„Lux Mundi“ ist nicht das beste Album der Band, es macht aber durchaus Spaß sich die Scheibe anzuhören, auch wenn man sich voraussichtlich ab und an der Skiptaste nicht ganz erwehren können wird. Fans der Schweizer werden sich das Teil eh holen, alle die zumindest interessiert sind sollten sich unsere Anspieltipps zu Herzen nehmen.

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