Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Saltatio Mortis: Manufactum III – Live auf dem Mittelaltermarkt

Der letzte Spielmann, die dritte
Wertung: 9/10
Genre: Mittelalter Folk/ Mittelalter Rock
Spielzeit: 65:52
Release: 05.04.2013
Label: Napalm Records / Universal

Bereits zum dritten Mal veröffentlichen Saltatio Mortis ein Livealbum aus der „Manufactum“-Reihe. Der erste Ausflug in diese Richtung wurde im Jahr 2005 unternommen und dieser erste Versuch glänzt zwar durch eine sehr ehrliche und publikumsnahe Wiedergabe eines Konzertabends, scheitert allerdings recht kläglich am Sound.

Acht Jahre später sieht die Sache anders aus. Die Technik hat sich entscheidend verbessert und die Band hat mit Sicherheit auch bessere Möglichkeiten als im letzten Jahrzehnt. Damit natürlich nicht genug. Auch die Gruppe ist inzwischen gereift, hat extrem viel mehr Spielerfahrung (sowohl akustisch als auch elektrisch verstärkt) gewonnen und auch die Fanschar ist konstant gewachsen. Warum das hier erwähnt wird? Weil es die ersten Eindrücke sind, die der Hörer von „Manufactum III – Live auf dem Mittelaltermarkt“ empfängt. Die Einleitung in die CD besteht nämlich aus den Klängen des freudig wartenden Publikums – und zwar in beachtlicher Tonqualität.

Was dann kommt kennt jeder Saltatio Mortis-Fan. Mit bekannt lockerer Zunge führen Lasterbalk und Alea durch einen abwechslungsreichen Konzertabend, der den einen oder anderen Spaß (auch gegen die eigenen Mitmusikanten) nicht auslässt.

Bewundernswert ist vor allem die Eigenschaft der Gruppe, Lieder, die eigentlich mit elektrischen Instrumenten aufgenommen wurden, auch mit gleicher Dynamik rein akustisch darzubieten. Herausragende Beispiele hierfür sind ohne Zweifel die Titel „Der letzte Spielmann“, „Salome“ und auch „Fiat Lux“.  

Eine kontroverse Diskussion haben die auf dem Silberling enthaltenen Ansagen ausgelöst. So lange man die CD von vorne beginnend an einem Stück durchhört stören diese nicht im Geringsten. Im Gegenteil – niemand kann sich ein Saltatio Mortis-Konzert ohne die neckischen und frivolen Geschichten von Lasterbalk und Alea vorstellen. Schon alleine aus Gründen der Authentizität gehören die verbalen Ankündigungen zu einem Live-Album wie die Zitrone zum Schnitzel.

Der Sound auf der Platte ist, wie oben schon kurz angedeutet, hervorragend. Bei entsprechender Lautstärke oder mit guten Kopfhörern hat man das Gefühl mitten unter den Besuchern zu sein. Besser eingefangen ist diese Stimmung nur auf der DVD „10 Jahre wild und frei“. Aber auch nur, weil dort zum Ton noch das Bild hinzukommt.

Muss man die Platte haben? Als Fan eindeutig ja. Die Band hat ihre Magie nicht von den tollen Studioalben. Keine Frage, die Platten der Truppe sind schon auch etwas Besonderes, aber die volle Wirkung entfalten die Lieder erst live. Jeder, der Saltatio Mortis schon einmal live gesehen hat, weiß das.

Wer Zweifel an der Dynamik der Lieder hat, weil der Auftritt ja akustisch gespielt wurde, der kann hier beruhigt werden. Man muss nur einmal kurz in „Der letzte Spielmann“ reinhören um vom kompletten Gegenteil überzeugt zu werden. Die Power der Akustik-Aufnahme dürfte sogar reichen um den einen oder anderen Verfechter der elektrischen Version von Saltatio Mortis von der Kraft der akustischen Darbietung zu überzeugen.

comments powered by Disqus

Vigilance, Erazor & Spiker im Konzert (Essen, Oktober 2017)

„Bisschen Bier, bisschen Headbangen, bisschen Metal“

Insgesamt gelungener Tourauftakt im verregneten Hamburg