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Sadako: Panic Transistor

Viele Ideen, viele Experimente, wenig Durchschlagendes
Wertung: 6/10
Genre: Modern Rock
Spielzeit: 52:09
Release: 21.06.2013
Label: SAOL / H'Art / Zabralution

Sadako erschaffen ihren eigenen kleinen Raum im Kosmos der Musikgenres - so heißt es zumindest im Begleitschreiben der Promo-Firma. Und betrachtet man das aktuelle Release der fünf Österreicher, ist man tatsächlich geneigt, derartige Statements über weite Strecken nicht nur zu tolerieren, sondern auch blind zu unterschreiben. Eigenständigkeit bzw. die schöpferische Reise durch die Auen der kunterbunten, härteren, vor allem aber düsteren Musiklandschaft ist eine Beschäftigung, der das Quintett mit reichlich Tatendrang nachgeht. Warum Sadako aber auch nach zwei Alben - das letzte liegt im Übrigen auch schon ganze fünf Jahre zurück - nur in Insiderkreisen bekannt sind, ist an der neuen Scheibe ebenfalls leicht abzulesen. "Panic Transistor" packt Vieles an, aber nichts davon richtig. Das soll heißen: Die Band campiert irgendwo in der Schnittmenge von elektronisch beeinflusstem Modern Rock, ganz dezenten Visual-Kei-Effekten und minimalistischen Industrial-Sounds, verkleidet das Ganze auch arg melodisch und phasenweise erstaunlich einprägsam, hat aber all die kreativen Einflüsse nicht zielgerichtet ins Songwriting packen können, um auch langfristig Spannung zu erzeugen, denn auch wenn sich hier und dort mal eine gute Hookline einschleicht, haben Sadako in der Summe nur wenige Kompositionen am Start, die man auch nach dem vierten oder fünften Anlauf noch mit der gleichen Begeisterung aufsaugt.

Dabei muss "Panic Transistor" eigentlich keine Scheibe sein, deren Verschleißerscheinungen sich vergleichsweise zeitig zeigen. Die Band arrangiert clever, mixt progressiv und zelebriert den Ideenreichtum, ohne dabei verkappt-komplexe Kopfkino-Situationen zu schaffen. Woran es der Scheibe jedoch mangelt, ist ein fokussierter Energiestoß, der sich entweder in den Gitarren entlädt, oder aber auch in der etwas trägen Produktion, die an manch entscheidender Stelle einfach den nötigen Druck missen lässt. Wenn beispielsweise die Refrains von "Dude, Where's The Fucking Reset Button?" oder "Apes, Pigs And Big Black Holes" ihren Höhepunkt erreichen, ist alles in Ordnung - und dennoch erwartet man irgendwie noch mehr. Der finale Punch, einen Zacken mehr Hingabe, eine heftigere Performance; die Wünsche sind breit gefächert, aber keiner wird elementar befriedigt. Insofern schleicht "Panic Transistor" trotz einer Vielzahl richtig guter, teils auch unglaublich kreativer Ideen eher müde und angeschlagen durchs Ziel. Ob Sadako (vor allem) nach so langer Zeit mit einem zeitweise eher enttäuschenden Album wie diesem tatsächlich Anschluss an die internationale Front finden werden, darf daher auch stark angezweifelt werden, denn dazu bedarf es etwas mehr als dem hier Angebotenen.

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