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Sacred Steel: The Bloodshed Summoning

Schon jetzt eines der teutonischen Highlights des Jahres
Wertung: 9,5/10
Genre: Heavy Metal/ Speed Metal
Spielzeit: 60:02
Release: 16.02.2013
Label: Cruz Del Sur Music

Seit nunmehr 16 Jahren stehen die Ludwigsburger immer wieder für teutonische Metalqualität und den einzigen Vorwurf, den sie sich aktuell hätten einhandeln können, wäre, warum sie weit mehr als drei Jahre gebraucht haben, um endlich den Nachfolger zum letzten superbem Studioalbum „Carnage Victory“ einzustielen. Nicht immer rockten sie im erfolgreichen Glanze der Scheinwerfer, nicht alle Fans konnten sich gerade mit der früher sehr gewöhnungsbedürftigen Stimme des Herrn Mutz anfreunden, doch was sich schon auf den letzten Alben immer mehr andeutete, wird auch auf der mittlerweile achten Studioscheibe „The Bloodshed Summoning“ weiter fortgesetzt.

Und als wenn der Wechsel zum italienischen Label Cruz Del Sur Music ein paar metallische Körnchen mehr freigesetzt hat, so starten Sacred Steel vom Fleck weg mit einem thrashigen Speedkracher, der sich gewaschen hat. „Storm Of Fire 1916“ dringt wie eine Feuerwalze direkt in das für Musik wichtige Nervenzentrum ein, brutal wummern die Bassdrums mit Nachdruck, Gerrits Stimme wechselt einfach mal eben zwischen seinem melodischen Gesang hin zu derben Growls. Und gerade, wenn man denkt, man hat es überstanden, da drücken sie kurz nochmals auf die Tube, so dass man mit dem Headbangen nicht mehr hinterherkommt. Und scheiße auch, gleich der zweite Track ist genauso ein Nackenwirbler, auch wenn die ersten Takte mit dem melodischen Ausflug in die Irre führen mögen, denn plötzlich befindet man sich mit auf der galoppierenden Hatz, die Doublebass klopft die Birne weich, bevor dann ein epischer Part wie der Stich einer Lanze für einen Adrenalinschub sorgt. Nichts ist mit in die Jahre gekommen bei Sacred Steel, schon jetzt nach den ersten beiden Songs steht fest: Das Warten hat sich gelohnt.

Einen anderen Weg gehen die Ludwigsburger mit „When The Siren Calls“, verpflanzen sie doch auf dem hardrockigen Grundgerüst ein paar maidenartige Riffs und lassen so zum ersten Mal dem Fan die Gelegenheit, tief Luft zu holen. Doch auch hier lassen es Sacred Steel nicht an knackigen Tempoverschärfungen missen, bevor sie wieder die auf die Schiene der Jungfrauen aufspringen. „Crypts Of The Fallen“ ist ebenso ein monströs mächtiger Epikhammer, der sich mit teilweise deutlich vertrackteren Rhythmen und mit keckem Kleinglockenalarm einbrennt. Im Titeltrack verbauen Sacred Steel wieder ein paar ihrer epischen Parts und stellen geschickt die akustische Klampfe der schreddernden Rhythmusarbeit gegenüber, in „The Night They Came To Kill“ demonstrieren sie, wie man von speedig angehauchten Riffs plötzlich das Tempo drosselt, ohne an Durchschlagskraft zu verlieren.

Ansonsten aber gibt es durchweg etwas auf die Metallerglocke, seien es der rasende Speed-Thrash-Hammer „The Darkness Of Angels“ mit teilweise höhergelegten Vocals und dem kleinen melodischen Stelldichein der Leadgitarre oder die Nackenbrecher „Under The Banner Of Blasphemy“ und „Perversions Of The Scriptures. Eine kleine Ausnahme bildet der höllische Heavyritt „Journey Into Purgatory”, der durch die beiden Akustikspielereien „Join The Congregation“ und „Doomed To Eternal Hell“ eingerahmt und so auch ein wenig in den Fokus gesetzt wirkt. Und selbst die punkig-rockige Note des Misfits-Cover „Dig Up Her Bones“ bringt das Gesamtkonzept nicht durcheinander.

„The Bloodshed Summoning“ ist wie eine blutige Liebeserklärung an den deutschen Stahl, dabei brauchen sich Sacred Steel gar nicht wie der Münchhausener Baron aus dem Szenesumpf zu ziehen, denn da steckten sie einfach nicht drin, auch wenn viele Fans sie dort vielleicht schon gesehen haben mögen. Auch heute noch ist jedes Sackhaar bei Sacred Steel mehr Metal als bei den Scharen an Wochenendkuttenträgern, da wird nicht von Metal gefaselt, da wird er in all seiner Macht aus den Boxen katapultiert, bis die Ohren bluten. Hammer, willkommen zurück, auch wenn man sie nie abschreiben durfte, denn auch live schwitzen sie genauso authentisch wie eh und je. Ohne „The Bloodshed Summoning“ bleibt jede Metalsammlung unvollständig.

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