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Sabiendas: Restored To Life

Nackenschmerzen garantiert!
Wertung: 8,5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 33:58
Release: 22.02.2013
Label: Bret Hard Records

Die Recklinghausener Death-Metal-Maniacs Sabiendas haben es endlich auf ihr lang erwartetes Debütalbum gebracht. Mit rund sechs Jahren Bandgeschichte, einer tauglichen EP namens "Buried Alive" und diversen Gigs hatte die Truppe unter anderem Erfolge in der lokalen Undergroundszene als auch auf Festivals wie dem Metalfest Germany oder dem Extremefest zu verbuchen, das Debütalbum ließ aber stets mit sich warten. Dabei ist die Platte lange Zeit schon so gut wie fertig gewesen, es hat nur noch ein Label gefehlt, um das Ganze zu veröffentlichen. Fündig geworden ist man dann glücklicherweise Ende 2012 in Bret Hard Records, womit dem Release von "Restored To Life" nichts mehr im Wege stehen dürfte.

Nachdem man also noch vor einigen Jahren lebendig begraben wurde, sind Sabiendas nun wiederhergestellt, lebendig und mehr als bereit zum Durchstarten. Wer die Band kennt, weiß: Hier wird nicht lange gefackelt. Das macht schon der Opener "Necrophobia" eindrucksvoll klar. Der Hassbalken legt sofort los mit infernalischen Riffs, düsteren Growls und pfeilschnellen Drums, wie man es von der Truppe gewohnt ist. Hierbei sei zunächst die unglaublich versierte Arbeit von Drummer Toni erwähnt, der sich unnachgiebig durch die Platte blastet und eine donnernde Doublebass-Salve nach der anderen auf den Hörer abfeuert, sich gleichzeitig aber nicht zu schade ist, dass Tempo auch mal zu drosseln, um die Gitarrenarbeit zu untermalen.

Und gerade diese ist eine der stärksten Aspekte, mit denen "Restored To Life" punktet. Die Musik von Sabiendas ist auf das Zusammenspiel zweier Gitarren ausgelegt und diese Möglichkeit wird auch optimal genutzt. Dazu gesellen sich eine breite Palette an abwechslungsreichen und zugleich einprägsamen Riffs, die Bandkopf und Gründerin Alexandra aus ihrem Repertoire schöpft. Slam Riffs wie in der eingängigen Todeswalze "Faces Of The Dark" versüßen den Death-Metal-Mix (Dawn Of Demise lassen grüßen). Die neue Besetzung macht sich bezahlt. Fronter Jan, oder eher gesagt der neue Corpsegrinder, überzeugt mit seinen tiefen Growls und zeigt sich variabel, in dem er gelegentlich ein paar hohe Schreie einbaut. Generell weicht er immer wieder in andere Gesangsbereiche ab und erzeugt so ein breites Spektrum, dass der Band nur zugute kommt. Nachdem der erste Durchgang den geneigten Hörer vom Stuhl gefegt hat, fällt einem eigentlich nur noch ein Wort ein: Brutal!

Um aber nicht in überschwängliche Euphorie auszubrechen, wird an dieser Stelle der Versuch gewagt, ein paar Kritikpunkte auszumachen. Die betreffen als erstes die Produktion. Der eher rohe Sound könnte eindeutig druckvoller aus den Boxen kommen und klingt stellenweise noch etwas dünn. Aber die Tatsache, dass es sich hier um den allerersten Longplayer der Band handelt, ist dies schnell verziehen. Zum anderen könnte man die Länge der Platte bemängeln. Das Album startet zwar von 0 auf 100, ist aber leider ehe man sich versieht auch schon wieder vorbei. Das Gemetzel ist mit gerade mal 33 Minuten relativ kurz geraten, doch auch darüber kann man schnell hinwegsehen angesichts der Tatsache, dass sich die Band hier keine Ausrutscher leistet und "Restored To Life" von vorne bis hinten ohne Füller überzeugen kann.

"Restored To Life" hat jedem geneigten Death Metaller etwas zu bieten, sei es Groove, die ungebündelte Härte oder die technische Finesse, die Sabiendas hier auftischen. Außerdem überrascht die Band immer wieder mit kreativen Ideen, so zum Beispiel durch die pfiffigen Tempo- und Rhytmuswechsel, ohne dabei vom Stil abzuweichen. "Restored To Life" ist ein einziges Brett und besitzt ein enormes Headbangpotenzial, das man nicht unterschätzen sollte, da schon der erste Hörgang die Nackenmuskeln extrem strapaziert.

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