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Sabiendas: Buried Alive

Solider Old School-Mix aus Death und Thrash
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 18:53
Release: 06.06.2009
Label: Eigenproduktion

Ja, Bands mit Frontfrauen sind immer noch ein relativ seltenes Bild im Metalgenre – nachdem viele Gothic/Dark Rock- und auch Symphonic Metal-Bands sich weibliche Sänger zulegten, ziehen in letzter Zeit vor allem die Extreme Metal-Stile wie Death Metal oder Grindcore nach und überraschen mit Sängerinnen, die keineswegs damenhaft ins Mikro growlen, röhren und kreischen und dabei stimmlich meist kaum von ihren männlichen Kollegen zu unterscheiden sind (optisch aber glücklicherweise meistens schon).

Sabiendas ist nicht nur eine dieser Bands, die Deutschen halten außerdem auch die Old School-Flagge stolz in die Höhe und bollern auf ihrer bereits 2009 erschienenen EP „Buried Alive“ – die übrigens, Slayers „Christ Illusion“ lässt grüßen, am 6.6. erschien - ganz nach dem Vorbild der alten Schule vor sich hin. Bandgründerin Alex (Gitarre und Background Vocals), Drummer Toni, Bassist F.T. und Gitarrist Dirk haben sich zwar inzwischen von Sängerin Masae getrennt, diese aber prompt durch den bei Demonity unter dem Namen Frostgrinder am Mikro stehenden Patrick ersetzt; auf der Platte selbst ist die Dame aber noch mehr als deutlich zu hören. Vier Songs, die eingefleischte Old School Death/Thrash-Metaller sicher mit den Ohren schlackern lassen, für die allgemeine Metalwelt aber vermutlich ein wenig zu monoton daherkommen dürften.

Los geht´s mit „Sabiendas“, in dem Masaes beeindruckend tiefe Growls zum Tragen kommen, angetrieben von Blastbeats im Refrain, der über alles hinweg donnert, wohingegen es in den einzelnen Strophen vergleichsweise gemächlich zugeht. „Necrophobia“ knüpft naht- und vor allem gnadenlos an seinen Vorgänger an, gestaltet sich aber um einiges schneller und bietet noch fieseren Gesang, bei dem man nicht im Entferntesten hört, dass eine Lady am Werk ist.

Richtig bedrohlich kommt der Titelsong der Scheibe daher, in dem es ebenso hoch her geht wie zuvor – aber genau das ist der Punkt: Von Nuancen oder dergleichen keine Spur, das Quartett tippt nicht mal ansatzweise auf die Bremse, sondern fährt weiter seinen Kurs Richtung Nackenstarre und Tinnitus. Besonders Old School kommen hier (wie auch beim folgenden Track „Eternal Gloom“) die Drums daher, auch die Dynamik gehört eher der alten Schule ein – ein leicht schleppender Unterton zieht sich durchs ganze Album, der aber immerhin dafür sorgt, dass die Jungs und Mädels nicht völlig in einen Rausch geraten und man wenigstens ein wenig verschnaufen kann.

Man muss dem Fünfer die Hommage an den Old School-Metal anrechnen, aber bedeutet Old School denn immer gleich fehlenden Variantenreichtum? Immerhin walzen Sabiendas solide durch vier knackig schreddernde Songs, die old schooliger kaum sein könnten. Für Death und Thrash-Freunde der alten Schule ist also die Zeit gekommen, die Kutte wieder aus dem Schrank zu kramen und sich für einen der Auftritte der Band zu wappnen.

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