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Rustinal: Kickstart

Rock`n´Roll ain’t noise pollution!
Wertung: 7/10
Genre: Glam Rock/ Hard Rock
Spielzeit: 23:08
Release: 25.08.2012
Label: Eigenproduktion

München ist momentan eine Hochburg für die großen Stadionrockbewegungen der 80er Jahre. Gleich mehrere Bands tummeln sich im Einzugsgebiet der bayrischen Landeshauptstadt. Einige davon konnten bereits internationale Erfolge einfahren.

Davon sind Rustinal noch ein gutes Stück entfernt. Zumindest im süddeutschen Raum konnte die Truppe allerdings schon für Aufsehen sorgen. Zuletzt hat die Band (sogar unvollzählig) den Contest beim Heavy Winterstorm Festival 2013 gewonnen. Eine EP gibt es von den Glam Rockern inzwischen auch. „Kickstart“ heißt der Silberling und mit fünf Songs und einer Spielzeit von 23 Minuten stimmen die Eckdaten für eine EP.  Für den Hörer gibt es frischen und unverbrauchten Rock mit eigenem Charakter und ohne zu enge Genregrenzen. Die Songs pendeln immer wieder zwischen Hard Rock, Sleaze Rock und typischem Glam Rock á la Mötley Crüe oder Quiet Riot. Die Gruppe beschränkt sich aber nicht auf radiotaugliche Drei-Minuten-Lieder. Vor allem die letzte Nummer „Coming Home“ glänzt als überlanges Erzeugnis fruchtbarem Songwritings. In dieses letzte Stück auf der EP haben Rustinal alles einfließen lassen, was einen guten Rocksong ausmacht. Attraktive Gitarrenriffs und einige richtig coole Soli zieren die Komposition. Während sieben Minuten Spielzeit baut sich die Spannungskurve gleich mehrmals auf und entspannt sich wieder. An ein Epos der Marke Savatage kommt man zwar nicht ran, aber das wäre für dieses Genre auch etwas unpassend. Weniger lang und konstruiert sind die ersten beiden Stücke, dafür gehen sie auch direkt ins Bein. Rustinal liefern zu Eingang ihrer EP mit „Library Of Love“ und „Bloody Sunday Blues“ zwei schnörkellose Rockkracher mit hohem Wiedererkennungswert und einfangenden Melodien.

Es ist aber nicht alles Sonnenschein auf „Kickstart“. Kritik gebührt allerdings fast nur dem Klang der Scheibe. Die EP ist eine Eigenproduktion und das merkt man in diesem Fall auch. Dem Sound fehlt es an Tiefe und Brillanz. Das betrifft vor allem das Schlagzeug, den Bass und den Gesang. Die Gitarren klingen allerdings ziemlich fett. Andy Ace, der Sänger, macht meist einen guten Eindruck. Meist deshalb, weil die Gesangslinien nach mehreren Hördurchgängen an einzelnen Stellen monoton werden können. Außerdem leidet Andy Ace auch unter den Soundproblemen. Seine Stimme klingt dünn und auch etwas übersteuert. Live kann der Fronter allerdings durchaus überzeugen, was Hoffnung für die nächste Platte macht.

„Kickstart“ ist ein durchaus hörenswerter Einstand für die Truppe. Wenn man von den kleinen Schwächen absieht, dann hält man gute zwanzig Minuten mit toller Rockmusik in den Händen. Die Band präsentiert sich ausbaufähig und stark. Man darf auf das erste Full-Length-Album gespannt sein.

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