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Rush: Snakes and Arrows

Das göttliche Dreiergespann aus Kanada meldet sich zurück.
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Rock
Spielzeit: 63:36
Release: 27.04.2007
Label: Atlantic Records

Rush sind schon ein Phänomen! Die Band blickt auf stolze 26 Veröffentlichungen zurück, gilt als Speerspitze der progressiven Musik und kann sich damit rühmen, seit dem zweiten Album „Fly by Night“ (1975) in derselben Besetzung zusammen zu spielen. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn das kanadische Trio verfügt nicht nur über unglaubliche technische Fähigkeiten, sondern auch über das Talent, ergreifende Songs zu schreiben und sich nicht in ausufernden Solopassagen zu verlieren. Ob „Snakes and Arrows“ diesem hohen Anspruch gerecht werden kann, soll nun dieses Review klären.

Los geht es mit „Far Cry“ und das ist ein Einstand nach Maß! Rush gehen locker, fast beschwingt zur Sache und veredeln den Song mit einem absoluten Ohrwurm Refrain, der sich mir wochenlang ins Kleinhirn eingebrannt hat. Geddy Lee singt übrigens weiterhin nicht mehr so extrem hoch wie früher, was vielen Leuten den Einstieg in den Rush Kosmos erleichtern dürfte. „Armor And Sword“ fällt danach leider etwas ab, obwohl mir die Akustikpassagen sehr gut gefallen. Nur leider kann die Band hier keine große Spannung aufbauen. „Workin' Them Angels“ schüttet dann aber gleich wieder zentnerschwere Glückshormone aus. Die Melodien fahren durch den Körper und man hört einfach, dass sich die Band wieder mehr an ihren Klassikern orientiert hat (auch wenn es kein schwaches Rush Album gibt). War der Opener eher rockig, ist „Workin' Them Angels“ das mehr balladeske Gegenstück. Das sind immerhin schon mal zwei neue Klassiker!

Aber wenn man ehrlich ist, erwartet niemand mehr ein zweites „2112“ oder „Moving Pictures“. Der Vorteil daran ist, dass man den Kanadiern so auch schwache Songs wie „Spindrift“ verzeiht, was nicht viel mehr als Hintergrundbeschallung ist. Aber wie gesagt: Wen interessierts? Schließlich können wir uns ja „The Way The Wind Blows“ anhören, was nicht nur gitarrenmäßig an eine sehr gute Ballade aus der Blues Phase von Gary Moore erinnert. Oder wir gönnen uns eines der typischen Rush Instrumentals, um danach völlig frustriert wieder eine Runde üben zu gehen. Schließlich können wir die schlechte Laune ganz schnell wieder mit „Far Cry“ killen. Ich weiß, den Song habe ich schon genannt, aber ich komme einfach nicht darüber hinweg, wie genial dieses Stück ist.

Fazit: Es gibt Bands, die liefern einfach konstante Qualität ab. Rage, Motörhead oder King Diamond zum Beispiel. Eine weitere sind, ihr könnt es euch denken, Rush! Sicher ist „Snakes And Arrows“ kein Gott-Album geworden, aber davon hat das Trio ja schon ein paar geschrieben. Am besten unter dem Kopfhörer genießen, denn nur so hat man die Chance, die vielen versteckten Feinheiten in den Songs herauszuhören. Mit vielen Worten kann man Rush sowieso nicht gerecht werden.

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