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Royal Republic: Club Majesty

Willkommen im royalen Cub
Wertung: 8/10
Genre: Rock
Spielzeit: 34:47
Release: 31.05.2019
Label: Nuclear Blast

Die schwedische Reminiszenz an James Brown und den Hüftschwung von Elvis Presley meldet sich zurück: Royal Republic veröffentlichen drei Jahre nach „Weekend Man“ ihre neue Scheibe „Club Majesty“, für welche gar die Anfang des Jahres geplante Tour verschoben wurde. Recht viele Umstände für so einen Silberling, möchte man meinen, aber immerhin hat man so bei den Nachholterminen auch neues Material am Start.

Mittlerweile sind die die nordischen Partymaschinen durchaus in weiten Breiten für ihren Spaßfaktor bekannt und so wird wohl auch beim vierten Album niemand vermuten, dass es hier ausgesprochen tiefsinnige Werke zu ergründen gibt. Trotz aller Bespaßung, welche vor allem im Livebereich noch deutlicher zum Ausdruck kommt, steht der Vierer natürlich auch für gut gemachten, mitreißenden Rock’n’Roll. Und genau dies bekommt man auch auf „Club Majesty“ kredenzt, wenngleich sich die tanzbaren Songs diesmal recht rar machen. Mit dem Opener „Fireman & Dancer“ rollt zwar schon der erste hitverdächtige Stampfer an, der mit seinem Disco-Touch sicher flächenweise Tanzende heraufbeschwören sollte, aber hiernach wird es etwas spezieller. Schon das darauffolgende Boogie-lastige „Cant Fight The Disco“ möchte man gar nicht mehr so in die radiotaugliche Schiene schieben, selbst wenn die Eingängigkeit hier immer noch gegeben ist.

So ziehen sich durch „Club Majesty“ die verschiedensten Einflüsse, welche das Album vielseitig und eben auch etwas eigenwilliger machen. Da hüpft „Under Cover“ recht funky von der Platte, „Blunt Force Trauma“ lässt nicht nur einen stärkeren elektronischen Sound zu, sondern lässt quasi direkt James Brown auferstehen, wohingegen „Boomerang“ und „Stop Movin – With Imager“ einfach mal als flotte Nummern durchgehen. Auch das rockige „Fortune Favors“ schießt in Sekundenbruchteil ins Blut und dürfte live wohl ordentlich durch die Decke gehen, zumal Royal Republic einen herrlich ironischen Unterton einbringen. Ähnlich ergeht es mit dem abschließenden „Bulldog“, bei dem die Saitenfraktion nochmals zu absoluten Hochtouren aufläuft und damit letztendlich für einen recht bandtypischen Sound sorgt.

Damit ist der Vielseitigkeit allerdings noch immer nicht Genüge getan, denn mit „Like A Lover“ kredenzt der Vierer noch ein echtes Schmankerl. Da zeigen die Herren doch urplötzlich, dass sie auch deutlich intensivere Arbeiten ablegen können. Sicher ist dieser langsam vor sich hin marschierende Titel, der nur kurzzeitig etwas an Fahrt gewinnt, schlechter verdaulich, dafür sticht er aber komplett aus dem Album heraus und klingt wie jazzige Variante von Party-Rock.

Zu meckern gibt es bei „Club Majesty“ dementsprechend wenig, selbst wenn nicht jeder Song auf Anhieb zündet. Soundtechnisch kann man nichts beanstanden, der mehrstimmige Gesang ist äußerst bekömmlich und Abwechslung gibt es reichlich, insofern möchte man schon von einer nahezu königlichen Vorstellung sprechen.

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