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Routakehä: Ihmisyyden Illuusiot

Ambitionierter Thrash aus Finnland
Wertung: 6.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 19:01
Release: 30.10.2009
Label: Eigenproduktion

Die Bandgeschichte von Routakehä ist eine wie so viele: Zwei Freunde sind gelangweilt von ihren Bands und beschließen, etwas Neues zu probieren, nur so zum Spaß. Das Projekt wächst, die Arbeit wird ambitionierter, neue Mitglieder kommen hinzu und schon findet man sich erneut in einer vollwertigen Band wieder. Die zwei Freunde heißen im Falle der 2007 gegründeten Routakehä – übrigens finnisch und bei jedem Schreibversuch ein Garant für Rechtschreibfehler – Timo Keränen und Mikael Ruoho; außerdem gehört noch Antti Maantiehinno zu der Truppe dazu.

Mit „Ihmisyyden Illuusiot“ - noch viel schlimmer zu schreiben als der Bandname - schicken die Drei nun ihr Debüt-Demo auf den Weg, um mit drei in Eigenregie produzierten Tracks ihr Können zu beweisen. Trotz des jungen Alters der Musiker, von denen keiner älter als 20 ist, macht schon die Aufmachung des Silberlings und des dazugehörigen Booklets einen recht professionellen und ambitionierten Eindruck, der sich musikalisch erfreulicherweise fortsetzt.

Denn was da aus den Boxen dröhnt, klingt keinesfalls nach ersten Gehversuchen einer Amateurband ohne Plattenvertrag – und das war durchaus zu befürchten. Stattdessen gibt's zu Beginn von „Omenat“ fett produzierte Gitarren und Drums; technisch einwandfrei gespielt und mit ordentlichem Groove versehen. Auch mit dem bald einsetzenden finnischen Gesang/Gebrüll aus Timos Kehle hält sich der positive Eindruck zunächst noch. Nach einiger Zeit zeigen sich auf dem Gebiet zwar erste Schwächen, denn speziell die ganz derben Shouts, gemischt mit Growls vom zweiten Gitarristen, sowie die halb-clean gesungenen Passagen klingen dann doch ab und an etwas zu gewollt und nur mäßig gekonnt.

Die Instrumentalfraktion bleibt aber tight und vor allem abwechslungsreich, sodass man nicht etwa sieben Minuten thrashiges Geknüppel über sich ergehen lassen muss, sondern auch mal die ein oder andere ruhigere Passage geboten bekommt. Da verzeiht man auch die etwas gewöhnungsbedürftigen Vocals gern.

Im Prinzip ist es müßig, über die Folgesongs „Tahto“ und „Ihmisen Tahra“ noch weitere Worte zu verlieren, denn was für „Omenat“ gilt, passt auch hier: Gefälliges, melodisches bis derbes Riffing, einfallsreiche Strukturen, größtenteils astreine Produktion (lediglich der Bass dröhnt stellenweise etwas) und verbesserungsfähiger, deshalb aber trotzdem nicht penetrant störender Gesang, der in einigen Passagen auch absolut makellos gelingt. Wenn die Jungs an diesem Punkt noch arbeiten und ein paar Songs mehr einknüppeln, steht einem guten Album an sich nichts im Wege. Mit dem Demo kann man sich auch noch über immerhin knapp 20 Minuten Musik freuen – bei nur 3 Songs gar nicht so übel.

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