Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rotting Christ: Kata Ton Daimona Eaytoy

Ein weiterer Schritt vorwärts
Wertung: 8,5/10
Genre: Melodic Black Metal / Dark Metal
Spielzeit: 56:04
Release: 01.03.2013
Label: Season Of Mist

„Aealo“, so hieß das 2010 viel bejubelte Album der Griechen Rotting Christ – mit diesem Output hatte sich die Band endgültig ihren Status als Ausnahmeformation gesichert. Zwar waren die beiden Hellenen nie davon abzubringen, ihre musikalischen Augen und Ohren in alle möglichen Richtungen offen zu halten, aber dieses Mal hatten sie durch die griechischen Melodien und weitere folkloristische Elemente ihren Standpunkt und ihren eigenen Stil felsenfest zementiert.

Nun steht der Nachfolger „Kata Ton Daimona Eaytoy“ (heißt so viel wie „Tue was du willst“ – frei nach Aleister Crowley) in den Regalen und muss sich mit dem starken Vorgänger messen. Erfreulicherweise fällt der direkte Vergleich schwer; Rotting Christ sind nicht auf der Stelle getreten, sondern haben ihren Stil weiter verfeinert. Die auffallendsten Veränderungen betreffen die Songstrukturen und das erweiterte Tempospektrum. Das Duo hat deutlich mehr langsame Passagen in die Lieder integriert, als man vielleicht erwartet hätte. Gleichzeitig sind die Strukturen komplexer, ausgefeilter und schlüssiger geworden. Alle Lieder erzählen eine Geschichte, und auch ohne den Text zu verstehen, kann man aus den Songs schon sehr viel heraushören. Trotz aller Komplexität und überlanger Spielzeit (der kürzeste Song dauert vier Minuten, der längste sechseinhalb), bleiben die Griechen in keinem Song einen roten Faden schuldig. Selbst so ausgefallene Nummern wie „Cine Iubeşte şi Lasă“, das mit weiblichem Folk-Gesang frischen Wind bringt, können eindeutig identifiziert und der Gruppe zugeordnet werden.

Textlich geht es auf der Platte um vielerlei okkulte Bewegungen. Darunter sind Geschichten der Sumerer, der Incas, der Rumänen und auch ein Lied über Voodoo. Bei letzterer Nummer gibt es zum Schluss noch traditionelle Trommelsounds zu hören. Ähnlich aufregend ist die achte Komposition auf dem Silberling: „Rusalka“ ist eigentlich eine eher Midtempo-lastige Nummer. Jedoch wütet während des ganzen Liedes ein furioser Drumbeat, der dem Stück eine sehr unruhige Note verleiht und ein bisschen an Immortal zu „At The Heart Of The Winter“-Zeiten erinnert. Das arabisch eingefärbte „Ahura Mazdā-Aŋra Mainiuu“ eröffnet noch einen weiteren Blickwinkel auf die Musik des Duos.

„Kata Ton Daimona Eaytoy“ orientiert sich nahe am Vorgänger und bahnt sich doch seinen eigenen Weg. Die Platte ist eindeutig vielschichtiger als alles, was Rotting Christ bisher gemacht haben. Trotzdem fehlt es dem Silberling nicht an richtig fies-brutalen Momenten. Die Wuchtigkeit des Albums ist stark auf die Schlagzeugspuren zurückzuführen – erst sie verpassen einigen Songs den nötigen Kick.

Anhänger der Combo sollten hier auf jeden Fall zugreifen. Die Scheibe ist ausgereift und zeigt die Extrem-Metaller in Höchstform. Auch wer sonst weniger mit den Griechen anfangen konnte, sollte einmal ein Ohr riskieren (sofern man sich dem härteren Metal zugewandt fühlt). Das Album hat es verdient, zumindest einmal angehört zu werden.

comments powered by Disqus

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17