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Rot On The March: Era Of The Penultimate Steps

Guter Goth-Rock ohne hohen Wiedererkennungswert
Wertung: 5/10
Genre: Goth-Rock
Spielzeit: 33:53
Release: 13.09.2013
Label: afmusic

Das vorliegende Album überrascht gleich doppelt. Die Band Rot On The March ist ein Ein-Mann-Projekt aus Russland, das Land mit einer sehr großen gotischen Fangemeinde und sehr wenig gotischen Bands. Nun aber will Alex March zeigen, was sein Land drauf hat.

Der erste Song des Albums, „Era Of The Penultimate Steps“, beginnt leise und stimmungsvoll. Leichte Parallelen zu The Sisters Of Mercy oder The 69 Eyes sind klar erkennbar, tun dem Ganzen aber kein Abbruch. Die Stimme des Frontmanns Alex ist tief, sinnlich und derart melancholisch, dass die Gitarren dazu ein großartigen Einstieg zu einem Goth-Rock-Album machen. „The Fall Of Ecumene“ ist ein wirklich schöner Song, der durch Details überzeugt.

Auch Song Nummer zwei „My Demon Of Madness Is Getting Weak“ geht in dieselbe Richtung. Atmosphärische Gitarren- und Keyboardklänge tragen Alex Strophe für Strophe, bis er den Aufruf aufzustehen startet. Absolut stimmig aufgebaut und mitreißend gemacht. Flotter beginnt dann schon „Tears For The Leaving Sun“. Das Intro reißt mit und auch Alex March legt tempotechnisch einen drauf. Unterstützung erhält er in diesem Song von einer weiblichen Stimme, die ihn im Refrain begleitet. Die Trostlosigkeit der immer wiederkehrenden Sonnenuntergänge wird trotz schnellerem Tempo deutlich.

Mit „In Between Days“, dem schon vierten Song des Albums, wird nun aber leider deutlich, dass es Alex March an Abwechslung mangelt, seine Stimme ist von der Variabilität im Vergleich zu Andrew Eldritch oder einem Carl McCoy (The Fields of the Nephilim absolut schwach. Es kommt zu keiner Abwechslung und bisher ist es noch zu keinem „Aha-Effekt“ gekommen, was so gesehen tragisch ist, da schon der vierte Song vorbeigerauscht ist. Mehr als ein melancholisches Rauschen bleibt von „In Between Days“ auch nicht übrig. Der gewöhnliche Hörer hat hier dann vielleicht schon abgeschaltet und wird die folgenden Songs gar nicht mehr hören.

Auch „The Songs Of Defeat“ bietet nichts Neues. Geboten wird melancholischer Goth-Rock, der sauber aufgenommen ist, die Lyrics sind auch gut gemacht, hier wird mit schönen Bildern gespielt. Alles in allem also eigentlich ein Garant dafür, dass es mehr wird und dennoch sind die Zutaten nicht gescheit gemischt, so dass es so daher plätschert und keine Spuren hinterlässt.

Leider schafft es Rot On The March auch in den übrigen Songs nicht zu überzeugen, nichts Neues wird geboten. Nach einer halben Stunde ist dann auch schon Schluss. Das, was der Russe Alex March hier bietet, ist nicht schlecht, seine Stimme passt ins Genre, bietet aber eben auch nichts Außergewöhnliches. Die Gefahr ist absolut groß, dass die Band vor Bekanntwerden in den Tiefen der Schubladen verschwindet.

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