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Rockpalast: West Coast Legends Vol.4 – Roger McGuinn’s Thunderbyrd

Eine Revolution für das Fernsehen
keine Wertung
Genre: Rock
Spielzeit: 73:00
Release: 30.07.2010
Label: MIG

Etwas wirklich Historisches liegt uns mit der neuen Rockpalast-DVD „West Coast Legends Vol.4 – Roger McGuinn’s Thunderbyrd“ vor. Es begab sich zu der Zeit des 23./24. Juli im Jahre 1977 nach dem Herrn, als es noch kein ernstzunehmendes privates Fernsehen gab. Der WDR hatte sein Rockpalast-Konzept und durfte nun erstmalig in der ARD live auf Sendung gehen und ein Konzert von Rory Gallagher, Little Feat und Roger McGuinn’s Thunderbyrd ausstrahlen. Das Ganze wurde sodann zusätzlich auch noch per Eurovision live in sieben europäische Länder ausgestrahlt und sollte der Auftakt für weitere 17 Events in den folgenden zehn Jahren sein. Die letztere Band wurde nun im Rahmen der „West Coast Legends“-Serie auf DVD gepresst.

Der Name Thunderbyrd setzt sich aus dem Bandnamen seiner alten Gruppe Byrds und Bod Dillans Rolling Thunder zusammen. Wer nun die Byrds (noch) kennt, der weiß, dass da Rock mit einer Prise Flower Power-Zeit durch die Lautsprecher drückt. Und so ist es natürlich auch bei diesem Konzert: Roger fühlt sich sichtlich wohl auf der Bühne und tanzt, wippt oder nennen wir es einfach mal performt vorsichtig, aber mit voller Spielfreude zu seinen Stücken. Wobei gerade das Double zu Beginn „Lover Of The Bayou“ und „American Girl“ (das Original stammt von Tom Petty) richtig zu gefallen weiß. Dass er aber auch anders kann, beweist zum Beispiel das groovige „Golden Loom“ oder der Ausflug in den Blues mit „Juice Head“. Auch wenn das nicht wirklich meine Musik ist, so wollen sich doch die teilweise wirklich gelungenen Melodien irgendwie am Kontrollzentrum vorbei ins Gedächtnis schmuggeln. Die DVD hat auch so einen nicht unbeträchtlichen Unterhaltungswert.

Die ganze Truppe hat Spaß und zeigt das auch, wobei man das natürlich gerade performancetechnisch nicht mit der heutigen Zeit vergleichen darf. In den Siebzigern ging es halt deutlich mehr um die Musik an sich als um die große Show oder Kilometer, welche die Musiker auf der Bühne rennen. Interessant ist auch, wie „Shoot Him“ teilweise sehr stark an „Hotel California“ von den Eagles erinnert.

Der größte Hit dürfte aber der Dylan-Song „Mr. Tambourine Man“ sein, den Roger mit seiner Band Byrds erst zum großen Hit gemacht hat. Für Verwirrungen sorgte damals auch der Song „Eight Miles High“, welcher ursprünglich als Erzählung des Fluges der Vögel über den Atlantik nach England deklariert wurde. Später hatte David Crosby (Gründungsmitglied von Byrds und Crosby Stills & Nash) aber eingeräumt, dass es sich aber wohl eher um Drogenerfahrungen handelt.

Fazit: Eine sehenswerte Dokumentation eines für den Rockpalast wirklich historischen Konzertes. Wer mit altem Rock und ein wenig der ganzen Flower Power-Zeit anfangen kann, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Bildformat: 4:3

Tonformat: Dolby Digital Stereo

Regioncode: 0 (No Region)

FSK: 0

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