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Rockpalast: Lance Lopez - Salvation From Sundown

Wenn das Talent die Musik zerstört
Wertung: 5/10
Genre: Blues Rock
Spielzeit: 76:04
Release: 16.04.2010
Label: MIG

Lance Lopez beehrte am 25. Juli 2009 den Kölner Tanzbrunnen im Rahmen einer Rockpalast Show. Natürlich wurde das Konzert aufgenommen und auch jetzt schon, eigentlich relativ früh, auf DVD veröffentlicht. Lance Lopez spielt Blues Rock und legt besonderes Augenmerk auf seine Gitarrenkünste, was natürlich Gutes, aber auch Schlechtes bedeuten kann, also machen wir uns an die Videoaufnahme und bilden uns ein Gesamturteil.

Das Trio steigt mit „Stubbs“ in die Setlist ein und ich muss sagen, dass ich Schlimmstes befürchte. Da steht Lance und wichst sich einen auf der Gitarre, anders kann man es nicht sagen; mit Sonnenbrille bewaffnet quält er seine Gitarre, ohne dass auch nur irgend so etwas wie Stimmung rüberkommt. Sehr, sehr schwach und überhaupt nicht blueskompatibel, leider. Schade, dass auch die nächsten beiden Tracks nicht wirklich mit dem Erwarteten übereinstimmen.

Besser wird es dann erst mit „Heart Fixing Business“. Zum ersten Mal lässt er wirklich Blues raus. Aber da er noch auf seinem Egotrip schwebt, vergeigt er das gerade aufkeimende Feeling durch sein egomanes Solo. Aber wenigstens gefallen die Songs ein wenig. „Neverlove“ und „El Paso Sugar“ spielt er mit einer Flying V-Gitarre. Nicht unbedingt das typische Bluesgerät, aber genau das verdeutlicht das Dilemma, in dem Mr. Lopez steckt. Er zockt Soli, die nicht zur eigentlichen Musik passen und eher dafür geeignet sind, sein Ego zu befriedigen. Gute Ansätze sind definitiv vorhanden und man nickt auch im weiteren Konzertverlauf immer wieder mit.

Man kann natürlich darüber streiten, ob er denn überhaupt genug Blues in seiner Stimme hat, aber ich denke, dass dies zumindest bei diesem Konzert ein wenig limitiert ist. „Friend Of Mine“ ist viel zu langatmig gehalten und verirrt sich in Langeweile. Da weiß „Salvation From Sundown“ schon deutlich mehr zu punkten.

Schade, dass „Locked Out Of Love“ wieder durch zuviel Soloanteil ansatzweise zerstört wird. Aber danach ist auch erstmal Schluss. Das vorher verhalten reagierende Publikum fordert nun doch deutlich Zugabe, ohne aber in Ekstase zu verfallen.

Da lassen sich Flitzefinger Lance Lopez und seine beiden Mitstreiter Toni Valdez (Bass) und Al Pahanish Jr. (Drums) nicht lange bitten und zocken „Stones in My Pathway“ (Robert Johnson). Spätestens da wird zum Schluss deutlich, wie limitiert die Stimme des Mainman ist. Leider ist dann aber das Konzert noch nicht zu Ende, denn man vergreift sich an ZZ Tops „La Grange“. Keine Ahnung, warum man das machen muss, aber bis auf die Gitarrenmelodie, die immer wieder mal kommt, ist das ein Griff in die Keramikschüssel. Leider wird das siebeneinhalb Minuten lang zelebriert.

Das Bild ist ordentlich, aber ich frage mich, warum man es bei solch einer neuen Aufnahme lediglich schafft, einen Stereoton anzubieten, der obendrein auch noch sehr, sehr leise ist.

Fazit: Ich glaube nicht, dass sich das Trio mit dem Auftritt Fans erspielt hat. Gute Ansätze sind da und man könnte wirklich was reißen, wenn da nicht dieser völlig überzogene Egotrip wäre. Lopez ist ein wirklich versierter Gitarrist, keine Frage, aber wenn die Songs dabei auf der Strecke bleiben, wird das technische Können nicht viel bringen. Da es sich um ein aktuelles Produkt handelt, gibt es auch eine Wertung, welche aber leider mit nur fünf Punkten deutlich unter den Möglichkeiten der Band bleibt.

Bildformat: 16:9

Tonformat: PCM Stereo

Regioncode: 0 (No Region)

FSK: 0

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