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Rock Aid Armenia: Smoke On The Water - The Metropolis Sessions

Ein Klassiker für gute Zwecke viermal aufbreitet
keine Wertung
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 19:00
Release: 15.10.2010
Label: earMUSIC/Edel

22 Jahre ist es nun her, dass ein Erdbeben der Stärke 6,9 den Nordwesten Armeniens heimsuchte. Neben den üblichen Hilfsorganisationen formte sich auch das Rock Aid Armenia-Projekt. Es erschien das „The Earthquake“-Album. Dieses Projekt brachte insgesamt 100.000 Dollar ein. Namhafte Künstler wie Free, Rush, Rainbow, Black Sabbath, Genesis, Yes, Emerson, Lake & Palmer, Whitesnake, Asia, Jefferson Starship, Foreigner, Iron Maiden, Deep Purple und Mike And The Mechanics steuerten Songs zu dem Sampler bei. Kein Wunder, dass das Album in den USA sogar in die Top 40 Charts einstieg.

Nun, über zwanzig Jahre nach der Katastrophe, ist das Gebiet immer noch nicht wieder vollständig aufgebaut. Deshalb gibt es nun so etwas wie einen Nachschlag. Der Deep Purple-Klassiker, der mit seinem Riff mehr Gitarristen inspiriert hat als jeder andere Song, wird hier in vier verschiednen Versionen dargeboten. Zum einen gibt es einen 2010er „Wermut & Dee Remix“ wie auch das '89er Original und den '90er Radiomix. Für alle, denen das noch nicht genug ist, wurde dann auch noch die „Ian Gillan Vocal Session“ aus einer TV-Dokumentation mit dabei gepackt.

An dem Song mitgewirkt haben an der Gitarre Ritchie Blackmore, David Gilmour, Tony Iommi, Alex Lifeson, Brian May, Chris Squire und Geoff Beauchamp. Das ist natürlich eine Liste, die die Herzen aller Rockfans hochschlagen lassen müsste. Da ist kein B-Musiker dabei und so hält sich das auch bei den Gesangskünstlern mit Bryan Adams, Bruce Dickinson, Ian Gillan und Paul Rodgers. Die Keyboards wurden von Geoff Downes und Keith Emerson bedient. Lediglich das Schlagzeug wurde von einer einzelnen Person bearbeitet, nämlich von niemand Geringerem als Roger Taylor.

Alle Songs versprühen ihren Reiz, auch wenn mir das Original von Deep Purple wohl auf immer und ewig die liebste Version bleiben wird. Die Erlöse werden übrigens der Octet Music School in Gyumri gestiftet.

Als Bonus gibt es noch die 42-minütige TV-Dokumentation, bei der es sich hauptsächlich um Aufnahmen aus dem Tonstudio handelt. Schön zu sehen, wie die Stars so untereinander agieren und wie viel Spaß sie bei dem Projekt hatten. Dann gibt es noch das knapp sechs Minuten lange Video zum Song und lediglich 120 Sekunden, in denen gezeigt wird, wo das Geld hingeht.

Fazit: Interessant zu hören und zu sehen, wie unterschiedlich doch Sänger wie Ian Gillan, Paul Rodgers und Bruce Dickinson im Studio agieren. Rein musikalisch ist das mehr was für Sammler. Ob das 2010 die richtige Spendeninvestition ist oder ob es da andere Probleme zu stützen gibt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Einen musikalischen Bonus eines solchen Kalibers wird es da allerdings nicht geben. Eine Bewertung verkneife ich mir, da es hier um die gute Sache geht und es für so etwas eigentlich immer zehn Punkte geben müsste.

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