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Rob Zombie: The Zombie Horror Picture Show

Gutes, aber zu kurzes Live-Dokument
Wertung: 8/10
Genre: Rock
Spielzeit: 81
Release: 16.05.2014
Label: Universal

Rob Zombie gehört sicher zu den Personen im Musikgeschäft, die am meisten polarisieren. Gehasst, geliebt und ganz wenig dazwischen. Aber als ob dies generell nicht schon reicht, fallen auch seine Alben selbst bei den Fans nicht immer auf fruchtbaren Boden, da sich sein Stil immer wieder etwas veränderte. So kann man darüber streiten, welcher Silberling nun der Beste ist. Unstrittig ist aber, dass Rob Zombie in punkto Bühnenshow einiges zu bieten hat. Mit „The Zombie Horror Picture Show“ gibt es nun einen Zusammenschnitt von zwei Shows in Texas.

Den Einstieg in das Konzertgeschehen bringt „Teenage Nosferatu Pussy“ und dies ist zugleich der Opener für die DVD. Der Einzug von Rob Zombie und seinen Mitstreitern wird von hysterischen Kreischen der Massen begleitet, welches sich auch fast über die komplette Distanz des Konzerts erhält. Aber nicht nur die Stimmung der Zuschauer ist als überragend zu bezeichnen, auch der Meister selbst zeigt sich in absoluter Hochform. Seine Mitmusiker geben ebenfalls eine mitreißende Vorstellung, wobei man bei den Kameraeinfängen durchaus etwas mehr Wert auf die Einstellungen von Rob Zombie legt.

Gut dokumentiert ist vor allem aber die Show an sich. Allein das bemerkenswerte und aufwändige Bühnenbild sei hier besonders genannt. Passende Filmeinspielungen auf den Leinwänden und die gut gesetzte Lichtshow vervollkommnen das harmonische Gesamtbild. Eingefangen wird dies durch unzählige Kameras, die vor, hinter, neben und im Publikum postiert sind. Damit erhält man auch beim Schauen der DVD einen sehr intensiven Eindruck des Konzerts. Technisch ist dies auch sehr ansprechend gestaltet - einerseits geprägt durch eine gute Kameraleistung, die bis auf kleine Überblendungen auch sehr sauber gearbeitet ist, andererseits sind es die kleinen nachträglichen Spielereien. So wird ein großer Teil der Szenen im analogen Stil aufgearbeitet, was dem ganzen Werk einen angenehmen Retro-Touch verschafft. In „Super-Charger Heaven“ werden hingegen Spiegelungen eingebaut, auf die man zwar verzichten könnte, aber dem Konzertmitschnitt schon einen Hauch von Gesamtkunstwerk verleihen. Der Sound des Mitschnitts hätte zwar noch etwas Luft nach oben gehabt, ist aber durchaus als guter Durchschnitt zu werten.

Musikalisch hält der Gig ein breites Spektrum der bisherigen Veröffentlichungen von Rob Zombie bereit. So zum Beispiel auch „Living Dead Girl“ vom ersten Solo-Album „Hellbilly Deluxe“, welches nicht nur euphorische Begrüßung des Publikums zeigt, sondern auch reichlich nackte Tatsachen der Zuschauerinnen bereithält. Perfekt abgestimmt bietet sich „We’re An American Band“ dar, welches von den Kostümen, über Hintergrund bis Pyro-Show ein ausgereiftes Zusammenspiel bietet. Insgesamt kann man bei der Bühnenshow von einer erstklassigen Vorstellung sprechen, bei der es sich eher um Inszenierungen als um bloße Darbietung der Titel handelt. Ob eingesetzte Monstertrucks, ein Meer aus Seifenblasen oder ein Radio als Bühnenpodest, jeder Song bekommt seine eigene Umrahmung.

Dies alles macht „The Zombie Horror Picture Show“ zu einem vollkommenen Werk. Allerdings ist es mit einundachtzig Minuten sehr schmal geraten. Diese Spielzeit kann man schon für das Konzert als dürftig ansehen, da auf der DVD allerdings auch keinerlei Dreingaben vorhanden sind, fällt das Gesamturteil dann doch noch etwas nach unten ab.

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