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Roadkill: Dark Side

Hintergrundmusik
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 23:10
Release: 30.06.2007
Label: Eigenproduktion

“Dark Side” heißt die neue 5 Track Demo der Holländer Roadkill. Auch wenn man stilistisch beim Alten geblieben ist, so hat sich doch einiges geändert. Marc Mac Blade (ex-Wastelands) an den Stimmbändern und Jack Dekker an den Gitarrensaiten sind inzwischen eingestiegen und das hört man auch. Gerade im Gesangsbereich kann man nun mit einer deutlichen Verbesserung aufwarten.

Klischeehaft, wie es im True Metal nun mal sein muss, kommt „God Of War“ daher. Okay, derartige Texte sind sicher nicht jedermanns Sache, aber wenn die Musik stimmt, soll das doch erstmal egal sein. Und genau die ist geschickt arrangiert und präzise dargeboten. Zwar schwankt man ein wenig zwischen Heavy Metal und Heavy Rock, aber man wechselt gelungen die Tempi und Stimmungslagen. Eigentlich passt alles, nur schafft der Song, wie auch die übrigen es nicht, sich wirklich in meinem Kopf festzusetzen. Und gerade hier liegt das Manko, man hat definitiv zu wenig Eigenständigkeit.

„Dark Side“ geht ein wenig flotter zur Sache, ohne aber trotzdem das Midtempo zu verlassen. Gefällig fängt der Kopf an zu nicken, aber nicht wirklich zu bangen. Schade, wenn man die eigentlich gute Produktion auf deutlich mehr Power ausgelegt hätte und ein paar mehr Ecken und Kanten da belassen hätte, wo sie hingehören, hätte der Silberling deutlich mehr Charme. Trotzdem bekommt man gute Rock/Metal Songs kredenzt.

Dann kommt die obligatorische Ballade: „Lost“. Eine Akustikgitarre klimpert vor sich hin und Marc singt mit Gefühl. Er wird bei diesem Song von Christine Roetert unterstützt, welche mit einer eher tiefen Stimme den weiblichen Part übernimmt. Schöne ruhige Ballade, aber auch wieder ohne Ohrwurmcharakter. Schon allein deshalb ist der Song mit knapp 7 Minuten ein wenig zu lang geraten, da hilft auch die gute Melodie nichts. Erst zum Ende hin offenbart die Band dann ihre härtere Seite, trotzdem hat man den Weichspüler-Eindruck.

Die letzten beiden Songs stammen von der letzten CD „Merlin“ und wurden jetzt nur mit dem neuen Line-Up eingespielt. „King Of Sword“ hört man an, dass er eigentlich etwas rauer ist. Schöner Song mit Mitsingcharakter. Gary Verwey an den Drums und Bardo Verwey liefern einen ordentlichen Job ab. Aber das kennt man ja schon von den früheren Veröffentlichungen.

„The Dream“ beendet dann die Scheibe. Marc geht etwas mehr in eine unterdrückte Schreistimme über. Schade, dass er sich da nicht ein bisschen mehr gehen lässt. Netter Song, aber insgesamt zu wenig für eine hohe Wertung.

Fazit: Eigentlich eine lohnenswerte Scheibe. Wenn man sie einlegt, ist man positiv gestimmt und zufrieden, aber sobald sie aus dem Player verschwindet, vermisst man leider auch nichts. Zu wenig Ohrwurmcharakter und eine etwas zu weiche Produktion nehmen der Mucke viel von ihrer Substanz. So läuft die Band Gefahr, eher als Hintergrundmusiklieferant gesehen zu werden. Potenzial zu Größerem hat sie aber auf jeden Fall.

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