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Rivers & Tides: The Inbetween

Erneut "nur" eine EP-Veröffentlichung der Regensburger
Wertung: 7,5/10
Genre: Alternative Rock, Grunge
Spielzeit: 7:44
Release: 27.04.2018
Label: Midsummer Records

Rivers & Tides scheinen eine der Bands zu sein, die sich erst mal mit einigen veröffentlichten EPs eingrooven müssen, um sich endlich an das Debütalbum zu wagen. Da erschien doch bereits im Gründungsjahr 2013 eine selbstbetitelte EP auf Tape, bald darauf gab es mit „Shelved“ eine ausschließlich via Uncle M digital zu erstehende EP; 2016 kam dann mit „Complete“ eine weitere Mini-Veröffentlichung, die zuerst ebenfalls auf digitaler Ebene, dann aber doch noch als Tape herausgegeben wurde. Nach all diesen EP-Releases arbeitet die Band derzeit tatsächlich an ihrem ersten Full-Length-Album, vorher gibt es mit „The Inbetween“ aber noch eine Zwei-Track-Scheiblette zu hören – die, Überraschung, ebenfalls nur digital erhältlich ist.

Der Regensburger Fünfer präsentiert sich in einem souverän, ja fast gelangweilt wirkenden Gewand aus Alternative Rock und Grunge, das man so auch durchaus noch in den Neunziger verorten könnte. Gerade „Fade“ mit seinem Nirvana‘esken Riffing zu Beginn und der monotonen, beinah emotionslosen Stimme von Sänger Michael katapultiert einen recht flott in die Hochzeit des Grunge zurück, als Flanellhemden noch nicht von Hipstern getragen wurden. Der monotone Gesang hebt sich übrigens Gott sei Dank zum Ende des Tracks hin auf, stattdessen gibt es ein bisschen Ausrasterei, die dem Sänger deutlich besser zu Gesicht steht als der „normale“ Gesang und den Song ziemlich grandios abrundet.

Der Titeltrack eröffnet zwar ebenfalls mit einem sehr grungigen Riff, kann aber das Niveau seines Vorgängers nicht ganz halten – obwohl auch hier geschickte Schrei-Attacken eingewoben werden, die dem Song deutlich mehr Dampf verleihen als man zu Beginn erwartet hatte.

Da Rivers & Tides mit der vorliegenden „The Inbetween“-Zwei-Track-EP gleichzeitig dieses Kapitel in der Bandgeschichte abschließen und ein neues eröffnen wollen, kann man wirklich gespannt sein, was das Quintett in (hoffentlich naher) Zukunft noch so alles fabriziert. Mal sehen, ob die Jungs über ihren Schatten springen können und das Debütalbum vielleicht sogar als physische CD auf die Menschheit loslassen – bei Songs wie „Fade“ würde sich der Kauf in jedem Fall lohnen und Abnehmer fände die Platte mit großer Sicherheit auch ausreichend. 

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