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Risen From Ashes: Defiance

Hörbarer Spielspaß, viel Potenzial
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 16:56
Release: 24.09.2010
Label: Eigenproduktion

Um Infos über Risen From Ashes zu ergattern, muss man schon ein bisschen stöbern. Die Myspace-Seite der Combo gibt nicht wirklich viel her, außer, dass hier melodischer Death Metal mit ordentlicher Thrashkante gezockt wird. Kramt man etwas tiefer in der Mottenkiste des World Wide Web, kann immerhin ersehen, dass RFA bisher zumindest mit ihren Bassisten wenig Glück hatten: In den knapp drei Jahren seit Bandgründung haben die Nordrhein-Westfalen zwischenzeitlich immerhin schon den dritten Tieftöner am Start. Öfter mal was Neues, könnte man meinen.

Apropos was Neues: Nach ihrem selbstbetitelten Demo von 2008 war es erstmal ein wenig ruhig um die Combo, obwohl der Fünfer sich durch Live-Auftritte beispielweise beim Decade Of Unity positiv hervortun konnte, wo The-Pit.de live vor Ort war und sich von dem nicht unerheblichen Talent der Jungs überzeugen konnte. Von selbigem Demo befinden sich mit „Dignify“ und „Bloody Revenge“ auch zwei Songs auf dem aktuellen Viertracker „Defiance“. In Eigenproduktion ist das gute Stück entstanden und bereits im Herbst wurde es veröffentlicht, obwohl eher eine winterliche düstere Atmosphäre verbreitet wird, was wahrscheinlich nicht zuletzt am düsteren Organ von Sänger Ralf Reinke liegt. In Kombination mit den schön todesmetallisch flirrenden Gitarren, dem pumpenden Bass und dem treibenden Schlagzeug ergibt das eine feine Mischung, die die vier Songs zu einem Musterbeispiel fürs Headbangen machen.

Los geht’s mit einem Song, der gut zur Bandhymne mutieren könnte: „Fragile“ holzt sich dreieinhalb Minuten lang durch einen Wald aus tiefen Growls und einprägsamen Rhythmen. Schön dynamisch treiben die Gitarren voran, bevor im Refrain Doublebass und eine epische Gitarre auftauchen. In der zweiten Häflte rollen dann wie durch Geisterhand zusätzlich zu dem Gegrunze fiese Krächzvocals heran, die die Dynamik und das leicht morbide Flair des Songs noch verstärken – genial.

Mit „Ashes Of Authority“ erfinden RFA zwar keineswegs das Rad neu, behalten die durchweg gute Grundstimmung aber bei. Man merkt den Jungs den Spaß richtig an und allein das, wenn nicht die geilen Gitarrenlicks, verleiten einen schon zum Mitpogen und Matteschütteln. Bei Ralf kommen leichte Nuancen heraus, die an Dez Fafara von Devildriver erinnern, was natürlich allein schon stimmlich unheimlichen Groove erzeugt und das Stück vorantreibt. 

Hatte man vorher noch das Gefühl, das Schlagzeug wäre produktionstechnisch ein wenig dünn dahergekommen, wird bei „Dignify“ eindeutig mehr Druck erzeugt. Die Doublebasspassagen wummern schön in der Magengegend, die Gitarren kommen ein wenig Old School Thrash-lastig daher, und beim Refrain hat man augenblicklich das Bild im Kopf, wie hunderte Kuttenträger mit erhobenen Fäusten mitgrölen. Ähnlich druckvoll, aber etwas simpler gestrickt kommt dann zum guten Schluss „Bloody Revenge“ daher – gespickt mit ordentlich Mitgrowl-Potenzial und einigen ausufernden Gitarrenspielerein, die mal thrashig, mal richtiggehend schwarzmetallisch daherkommen.

Fazit: Bis auf den zeitweise etwas dünnen Sound kann man sicherlich nicht meckern, wenn man sich die „Defiance“-EP zu Gemüte führt. Mit ordentlich Druck und hörbarer Spielfreude gehen die Fünf hier zu Werke und nach den knapp 17 Minuten Laufzeit, die die Platte bietet, kann man sich das gute Stück direkt noch mal anhören. Das Scheibchen ist also eine ganz klare Empfehlung für alle, die auf guten Thrash-Death stehen und die Wert darauf legen, eine Band zu hören, die mit Herz und Seele bei ihrer Musik ist.

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